Nach Vignetten-Nein: Ostschweizer Parlamentarier sind ratlos

Verschiedene Strassenprojekte verzögern sich nach dem Nein zu einer teureren Autobahnvignette. Da sind sich die Ostschweizer Bundesparlamentarier einig. Uneins sind sie sich allerdings in der Frage, wie es nun weitergehen soll.

Autobahnvignette an Autoscheibe Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Nein zur Erhöhung des Vignettenpreises bremst den Ausbau des Strassennetzes. Keystone

Der Bau der Umfahrung Näfels, des Autobahnzubringers Appenzellerland und der Bodensee-Thurtal-Strasse werden sich verzögern. Für die Thurgauer SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher ist das kein Problem: «Das Volk hat Nein zu zusätzlichen Geldern für die Strassen gesagt.» Deshalb wolle sie nun auch nichts unternehmen.

Ähnlich sieht es der Glarner SVP-Ständerat This Jenny. Die Glarner hätten Nein gesagt zu 60 Franken Mehrkosten. Nun sehe er keinen Grund, weshalb er sich darum kümmern soll.

Der Ausserrhoder FDP-Nationalrat Andrea Caroni will dagegen das Thema schnell wieder aufs Tapet bringen. Er bekommt Rückendeckung von Roland Eberle, SVP-Ständerat Thurgau, welcher damit rechnet, dass der Bund die 400 Strassenkilometer trotzdem schnell übernehmen wird. Nun müsse allerdings noch eine Finanzierungslösung gefunden werden.