Nur noch geschlossene Container für St. Galler Spitäler

Das Kantonsspital St. Gallen zieht nach dem Patientenakten-Debakel vom letzten Dezember Konsequenzen. Die Mitarbeiter wurden nochmals geschult. Zudem gibt es seit Februar nur noch geschlossene Container für die Akten. Alle Behälter wurden ersetzt.

Patientendossiers mit Namen, Krankheitsverlauf und Medikamentennotizen, die bis ins Jahr 1995 zurückreichen, lagen in einem unbewachten Gittercontainer vor dem Spital in Rorschach. So geschehen Mitte Dezember.

Nun hat das Kantonsspital Massnahmen ergriffen, damit sich ein solcher Fall nicht nochmals wiederholen kann. Dies sei ein Fehler gewesen. Es sei klar, dass solche Akten nur in einem geschlossenen Container entsorgt werden, sagt Mediensprecher Philipp Lutz. Die Vorsichtsmassnahmen wurden zudem ausgeweitet: Auch Geschäftsdokumente sollen nicht mehr in offenen Behältern entsorgt werden. Deshalb wurden die jetzigen Behälter in den Gängen ersetzt. So soll verhindert werden, dass heikle Patientenakten oder Dokumente in falsche Hände geraten.

Die Konsequenzen wurden nicht nur in Rorschach, sondern auch an den Spitälern St. Gallen und Flawil getroffen.