Steuerstreit mit den USA Ostschweizer Banken nehmen weiterhin US-Kunden auf

Nach dem Steuerstreit mit den USA sind Schweizer Banken kritischer mit amerikanischen Bankkunden geworden. Auch in der Ostschweiz.

Bankkunde unterrschreibt Vertrag Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht jeder US-Bürger oder Doppelbürger bekommt ein Schweizer Bankkonto. Keystone

Steuerkonform, wohnhaft in der Schweiz und einverstanden mit dem Informationsaustausch zwischen den USA und der Schweiz: das sind meistens die Bedingungen, wenn ein US-Bürger ein Schweizer Bankkonto eröffnen möchte.

Bei der St. Galler Kantonalbank dürfen die US-Kunden ihren Wohnsitz ausschliesslich in der Schweiz und nicht in den USA haben. Diese Regelung sei so, weil die Bank in den USA keine Bankbewilligung hat, um Dienstleistungen anzubieten oder Aufträge auszuführen, sagt Mediensprecher Simon Netzle.

Die Privatbank Acrevis vergibt Konten ebenfalls nur dann an US-Bürger oder Doppelbürger, wenn sie ihren Wohnsitz in der Schweiz haben.

«  Bei jedem ausländischen Kunden ist besondere Aufmerksamkeit geboten, weil das gesetzliche Regelwerk eine andere Dimension hat. »

Stephan Weigelt
Vorsitzender der Geschäftsleitung

Liberaler ist die Thurgauer Kantonalbank. Nebst den US-Bürger mit Schweizer Wohnsitz dürfen auch Doppelbürger, die zeitweise in den USA wohnen, unter bestimmten Bedingungen ein Konto eröffnen. Der Kunde müsse einfach einen starken Bezug zum Thurgau oder der Region haben, so Mediensprecherin Anita Schweizer.