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Ostschweiz Ostschweizer Firma sichert rutschende Hänge in Sotschi

Um die Infrastruktur in Sotschi vor Steinschlag, Lawinen und Murgängen zu schützen, baute Geobrugg aus Romanshorn im Auftrag des russischen Staates verschiedene Sicherheitsnetze. Den Auftrag hat die Firma – ohne Bestechungsgelder zu zahlen – erhalten.

Russland investiert Milliarden in sein Prestige-Projekt – die Olympischen Winterspiele. Aus dem Schwarzmeer-Kurort Sotschi musste ein Olympia-Resort werden. Daran waren auch verschiedene Schweizer Unternehmen beteiligt. Sie haben Tunnels, Pisten, Stadien und Lawinensperren gebaut.

Die Aufträge aus Sotschi verliefen nicht problemlos. Es komme vor allem auf die richtigen Kontakte an, sagt der Verkaufssleiter von Geobrugg, Bruno Haller. Geobrugg habe zwar eine Offerte erstellen könnne, sei aber anfänglich nicht berücksichtigt worden. Er gehe davon aus, dass Mitbewerber Schmiergelder bezahlt hätten, sagt Haller.

Doch noch ein Auftrag

Vermutlich auf Druck des internationalen olympischen Kommitees kam Geobrugg dann doch noch zum Zug. Für rund eine Million Franken bestellten die Organisatioren der Olympischen Spiele Hangsicherungen rund um die Sprungschanze. «Wir haben keine Bestechungsgelder für den Auftrag bezahlt», sagt Haller gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz».

Insgesamt haben Schweizer Unternehmen Aufträge für einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag erhalten, wie die Schweizer Botschaft bekannt gab. Viele Schweizer Unternehmen sehen ihr Engagement in Sotschi laut der Botschaft als Erfolg an, vor allem, weil sie dank den Olympischen Spielen hoffen, in Russland definitiv Fuss zu fassen.