Abstimmung NAF Ostschweizer Kantone hoffen auf Bundesgelder

Die Erwartungen an den Fonds für Nationalstrassen und Agglomerationsverkehr (NAF) sind in der Ostschweiz gross. Das Bundesamt für Strassen beschwichtigt aber. Selbst bei einem Ja am 12. Februar bleibt offen, wie viel Geld tatsächlich in welche Projekte fliessen wird.

Autobahn bei St. Gallen mit sechs Autos auf den Strassen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Geht es nach den Kantonen, soll der Bund im grossen Stil in die Ostschweizer Strassen investieren. Keystone

Problem: Auf den Schweizer Strassen fahren fünfmal mehr Autos als noch vor 50 Jahren, das zeigt eine Statistik des Bundes. Mehr Autos bedeutet mehr Verkehr, und dieser braucht mehr Platz.

Lösung: Der Bund will ab 2018 einen neuen Fonds schaffen, den Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr (NAF).

  • Der Kanton Thurgau möchte von diesem vor allem profitieren, indem er den Autobahnzubringer Arbon an den Bund abgibt und zwischen Arbon und Bonau die Bodensee-Thurtalstrasse gebaut werden kann.
  • Der Kanton St. Gallen hofft auf die Realisierung der Autobahnanschlüsse Rorschach und Wil-West und möchte zusätzlich drei Kantonsstrassenabschnitte dem Bund abgeben.
  • Der Kanton Glarus rechnet mit der Realisierung der Umfahrungen Näfels und Netstal.
  • Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden möchten eine bessere Anbindung an die Autobahn A1 über Appenzell-Herisau-St. Gallen Winkeln.

Das Bundesamt für Strassen betont jedoch: Die Freigabe der Mittel für die einzelnen Projekte werden vom Parlament von Zeit zu Zeit vorgenommen. Deshalb könne man für konkrete Strassenabschnitte nichts versprechen.