Ostschweizer Konjunktur: Hoffen auf Produktionsanstieg

Ein halbes Jahr nach dem Frankenschock hat sich die Industrieproduktion beruhigt. Die Ostschweizer Unternehmen schauen positiver in die Zukunft, wie die neuste Konjunkturumfrage zeigt. Doch die Unsicherheit bleibt gross.

Drei Baukrans und im Hintergrund geht die Sonne unter Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Bautätigkeit in der Ostschweiz wächst weiter und sorgt für Aufhellungen in der Konjunktur. Keystone

Die Industrie leidet immer noch unter der Euroschwäche und die Exporte in die Eurozone sind rückläufig - minus neun Prozent. Allerdings seien mehr Bestellungen eingegangen als noch Anfang Jahr, dies zeigt die neuste Konjunkturumfrage. Wegen den tiefen Preisen stagnieren die Umsätze, so dass sich bei vielen Betrieben die Ertragslage verschlechtert. Die Industrie profitiert zurzeit von der Wirtschaft in den USA, die Ausfuhren stiegen um 13 Prozent.

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Konjunkturumfrage:

Die Beratungsfirma Ecopol, das Amt für Wirtschaft und die St. Galler Kantonalbank haben Ostschweizer Firmen befragt.

Gebremst wird die Ostschweizer Konjunktur vor allem durch den Detailhandel, der unter sinkenden Umsätzen, schwindenden Margen und purzelnden Preisen leidet.

Gut läuft es nach wie vor der Bauwirtschaft, trotz des Preisdruckes. Der Bausektor profitiert vom Tiefzinsumfeld und der Zuwanderung. Zudem deuten die eingereichten Baugesuche in der Region St.Gallen-Appenzell für den Rest des Jahres auf eine hohe Nachfrage nach Bauleistungen hin.