Ostschweizer Presselandschaft: Das Geld fliesst am Sonntag

Die Ostschweizer Verlagshäuser Tagblatt Medien und Südostschweiz lancieren neue Sonntagszeitungen. Grund sind vor allem fehlende Werbeeinnahmen. Als Konkurrenten sehen sich die beiden nur bedingt.

Serviette mit Aufdruck «Die Südostschweiz am Sonntag» Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Sonntagsblatt «Die Südostschweiz am Sonntag» und «Der Sonntag» machen gemeinsame Sache. Keystone

Am 24. März ist es soweit. Ab dann erscheint die «Südostschweiz am Sonntag» im neuen Kleid und unter neuem Namen. «Schweiz am Sonntag» heisst das neue Produkt, ein Gemeinschaftsprodukt der Bündner Südostschweiz-Medien und der Aargauer AZ Medien. Dafür stellt letztere die eigene Sonntagszeitung «Der Sonntag» ein.

«Wir reagieren auf die Expansion der Zürcher Verlagshäuser NZZ und TA-Media. Wir müssen unsere Reichweite vergrössern, wollen wir in den Werbemärkten weiterhin präsent sein», sagt Hanspeter Lebrument, Chef der Südostschweiz Medien gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Lebrument spricht die Sonntagsausgabe der St. Galler Tagblatt AG an, die vom Mutterhaus NZZ grünes Licht bekommen hat und Anfang März auf den Markt kommt. Daniel Ehrat, Leiter der St. Galler Tagblatt AG, sagt, damit reagiere man vor allem auf fehlende Werbeeinnahmen: «Viele Werbekampagnen fehlen uns, weil sie in den Sonntagszeitungen platziert werden.»

Die Konkurrenz auf dem Zeitungsmarkt am Sonntag steigt. Beide Ostschweizer Verlagshäuser wollen sich mit regionalen Inhalten abgrenzen. Als Konkurrenten sehen sie sich indes nicht. Die Südostschweiz sei in Graubünden, Glarus und Gaster-See bekannt, das Tagblatt im Raum St. Gallen, Thurgau und Appenzell, sagen beide.