Sirenentest «Radio einschalten und allenfalls in den nächsten Schutzraum»

Am ersten Mittwoch im Februar werden schweizweit die Sirenen getestet. Auch wenn die meisten wissen, was zu tun ist, einige Fragen bleiben.

Sirenen in Form von Hupen, von unten fotografiert Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schweizweit werden rund 7800 Sirenen getestet. Keystone

SRF News: Was mache ich, wenn es keinen Strom gibt und ich mich weder im Radio noch im Internet informieren kann?

Detlev Eberhard: Wenn es möglich ist, benutzt man das Autoradio oder ein batteriebetriebenes Transistorradio. Oder man kann Informationen von seinen Nachbarn oder anderen informierten Personen erhalten. Die Sirenen selbst sind mit Batterien gestützt und würden auch bei einem Stromausfall funktionieren.

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Detlev Eberhard

Detlev Eberhard ist Leiter der Koordinationsstelle für Bevölkerungsschutz im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Er ist verantwortlich für die Tests der 60 Sirenen im Kanton.

Was mache ich, wenn ich unterwegs bin - auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule - zum Beispiel im Zug?

Man soll versuchen herauszufinden, ob und was für eine Gefährdung vorliegt. Im Zug zum Beispiel soll man unbedingt die Anweisungen des Zugpersonals befolgen.

Brauche ich einen Notvorrat?

Wir empfehlen einen Notvorrat, zwingen aber niemanden dazu. Sinnvoll wären ein gewisser Wasservorrat, haltbare Grundnahrungsmittel, Taschenlampen und allenfalls ein batteriebetriebenes Transistorradio.

Gibt es eine Pflicht, in einem Gebäude einen Schutzraum einzubauen?

Diese Pflicht besteht nach wie vor. Allerdings kann man unter bestimmten Voraussetzungen und mit Einverständnis der Behörden davon befreit werden. Ein möglicher Grund ist, dass es in der Nähe bereits genügend Schutzräume hat. Dann muss man aber einen Ersatzbeitrag zahlen.

Das Gespräch führte Rebecca Dütschler.