Schlechter Tag für die CVP im Kanton St. Gallen

In St. Gallen muss Bauchefin Patrizia Adam in den zweiten Wahlgang. In Rapperswil-Jona verpasst Stadtpräsident Erich Zoller das absolute Mehr mit weniger Stimmen als der parteilose Verleger Bruno Hug, und in Wil wird Bauchef Marcus Zunzer nicht mehr gewählt. Auch in den Parlamenten verliert die CVP.

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Bildlegende: Will die Lage mit den Ortsparteien analysieren: CVP-Präsident Patrick Dürr. CVP-SG.ch

Minus drei Sitze in St. Gallen. Minus fünf Sitze im Wiler Parlament - auch wenn das Parlament verkleinert wurde, ein direkter Vergleich zu den Vorjahren also nicht möglich ist: Der Verlust schmerzt. In Gossau verlor die CVP ebenfalls einen Sitz. Parteipräsident Patrick Dürr spricht von zwei Herzen in seiner Brust:

«  In den Städten hätte ich mehr erwartet, aber unsere Leute auf dem Land hatten gute Resultate. »

Patrick Dürr
CVP-Präsident SG

Man müsse berücksichtigen, dass Gemeindewahlen immer von lokalen Gegebenheiten geprägt seien, insofern müsse man die Lage jetzt «im Detail analysieren».

Verallgemeinern will auch der Präsident der städtischen CVP, Michael Hugentobler, nicht. Stadträtin Patrizia Adam müsse zwar wegen 237 fehlender Stimmen in den zweiten Wahlgang, aber Stadtrat Nino Cozzio habe ein ausgezeichnetes Resultat gemacht. Hugentobler glaubt trotzdem, dass die CVP ein schärferes Profil brauche.

«  Wir müssen in Kauf nehmen, dass es zwei, drei Wähler weniger gibt »

Michael Hugentobler
CVP-Präsident Stadt St. Gallen

Als nächstes muss die CVP jedoch ihre Exponenten durch die zweiten Wahlgänge in St. Gallen und Rapperswil-Jona bringen. Diese findent statt: In St. Gallem am 27. November und in Rapperswil-Jona am 6. November.