Schliessung einzelner Polizeiposten: Verband schaut genau hin

Die Kantonspolizei St. Gallen will in den einzelnen Regionen präsenter und schneller vor Ort sein. In einem Pilotprojekt prüft sie verschiedene Möglichkeiten.

Polizist sitzt vor einem Bildschirm. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Einzelne Polizisten erhalten im Rahmen der Umstrukturierung neue Arbeitsorte. Keystone

«Kantonspolizei der Zukunft». So heisst das Pilotprojekt der St. Galler Polizei, welches von April bis Oktober läuft. Damit die Polizisten schneller vor Ort sind, werden sie von einzelnen Polizeiposten abgezogen, die Kräfte werden gebündelt. Dies hat die vorübergehende Schliessung einzelner Posten zur Folge.

Der Verband der St. Galler Kantonspolizei, sozusagen die Polizeigewerkschaft, verfolgt die Entwicklung gespannt und steht den Veränderungen grundsätzlich positiv gegenüber. «Solange die Veränderungen den Polizeiberuf attraktiver machen», wie Verbandspräsident und CVP-Kantonsrat Raphael Kühne betont.

Forderung nach mehr Polizisten

Skeptisch verfolgt Kühne die Schliessung einzelner Polizeiposten. Für ihn ist es die logische Konsequenz des Personalmangels. Deshalb betont Kühne, dass sich der Verband auch weiterhin dafür einsetzen werde, dass die Kantonspolizei St. Gallen zusätzliche Stellen erhalte. Der St. Galler Kantonsrat hatte eine Aufstockung von 75 Stellen bereits 2009 genehmigt, 30 davon wurden in der Zwischenzeit geschaffen, 10 weitere sind im Budget 2014 enthalten.