SG: Kantonsgericht behandelt Grossbrand in Züberwangen

Die beiden Jugendlichen, die 2013 den Brand in einer Grossgärtnerei im Kanton St. Gallen verursacht haben sollen, legen gegen das Urteil des Kreisgerichts Wil Berufung ein. Ob die heute 15- und 16-Jährigen für den Schaden von rund 30 Millionen Franken haften, ist noch offen.

Brand bei Gärtnerei Züberwangen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am Abend des 6. Septembers brannte die Gärtnerei in Züberwangen lichterloh. Es entstand Millionenschaden. Keystone

Die beiden damals 14- und 15-jährigen Jugendlichen hatten auf dem Gelände der Topfpflanzen-Gärtnerei Rutishauser in Züberwangen in einer selbstgebauten Hütte aus Kunststoff-Kisten mit Feuer gespielt. Das Feuer frass sich in Windeseile durch die Treibhausreihen und zerstörte eine Million Topfpflanzen. Verletzt wurde niemand. Der Schaden wird auf rund 30 Millionen Franken beziffert.

Die Jugendlichen wurden im September 2014 wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst schuldig gesprochen. Sie hätten den Brand nicht absichtlich gelegt, sich jedoch pflichtwidrig und unvorsichtig verhalten.

Es gehe um heikle Rechtsfragen, die nun vom Kantonsgericht St. Gallen geklärt werden müssten, sagte der Anwalt einer der beiden Jugendlichen auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.