Sie verkaufen Brot von gestern

Die Äss-Bar in St. Gallen verkauft nur Lebensmittel, die bereits einen Tag alt sind. Damit wollen die Initianten ein Zeichen setzen gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln.

Drei Personen stehen vor einem Verkaufsregal mit Brot. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Wir wissen nie, was wir bekommen»: Nils Wohlwend, Dominik Rüegg und Rika Schneider von der Äss-Bar in St. Gallen. SRF

Das Sortiment der Äss-Bar stammt aus Bäckereien aus der Region. Die Äss-Bar-Mitarbeitenden machen am Morgen die Runde und sammeln ein, was am Vortag nicht verkauft werden konnte: Gipfeli, Brote, Tortenstücke.

Verkauft wird in der Äss-Bar dann alles zu ungefähr der Hälfte des ursprünglichen Preises. So lässt sich mit dem, was sonst im Abfall gelandet wäre, doch noch Geld verdienen. Darum geht es den Äss-Bar-Initianten – neben der Reduktion des Foodwaste, der Lebensmittelverschwendung – auch: um die Wertsteigerung der Produkte.

Erfunden haben die Äss-Bar vier Kollegen aus Zürich. Sie stellten sich die Frage: Was passiert eigentlich mit dem Brot, das die Bäckereien nicht verkaufen konnten? 2013 eröffneten sie den ersten Laden, mittlerweile gibt es vier Filialen.