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Ostschweiz Skepsis gegenüber neuem Mittel gegen Feuerbrand

LMA so lautet die Alternative zum Antibiotikum Streptomycin gegen den Feuerbrand. Dieses Jahr gibt der Bund das neue Mittel frei. Bei der Thurgauer Beratungsstelle Obstbau freuen sich Experten zwar über die Einführung von LMA, sie hätten aber gerne zuerst Erfahrungen zur Anwendung gesammelt.

Obstbäume werden gespritzt.
Legende: Letztes Jahr konnte LMA nicht getestet werden, weil durch das kalte Wetter keine Feuerbrand-Gefahr bestand. Keystone

Die grösste Schwierigkeit bei der Anwendung von LMA sei, dass es sich nicht so schnell und einfach in Wasser auflösen lasse, wie herkömmliche Pflanzenschutzmittel, erklärt Urs Müller, Leiter Beratungsstelle Obstbau am Arenenberg. Bei LMA brauche dieser Vorgang mehr Zeit und je nach Menge einen extra Tank, sagt er gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz».

«Für den Praktiker ist es wichtig, ein neues Produkt kennenzulernen, damit er weiss, wie er damit umgehen muss», so Urs Müller. Daher sei nun die Beratung gefordert. Ansonsten wäre es möglich, dass die Bauern LMA nicht einsetzten würden, weil sie befürchten das Mittel sei nicht praktisch.

Benützung Streptomycin eingeschränkt

Zwar dürfen die Bauern auch dieses Jahr Streptomycin einsetzen, allerdings eingeschränkter als in den Vorjahren. Streptomycin ist bisher das wirksamste Mittel, aber auch ein Mittel mit Nachteilen. So wurden Rückstände des Antibiotikums im Bienenhonig nachgewiesen.

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