SOB muss Sanierungsarbeiten erneut ausschreiben

Seit 2012 saniert die Südostbahn (SOB) ihr Streckennetz. Als letztes Teilstück soll 2015 der Abschnitt zwischen Brunnadern im Neckertal und Degersheim in Angriff genommen werden. Weil eine erste Ausschreibung nichts brachte, braucht es nun einen zweiten Anlauf.

Bauarbeiter arbeiten an Schienennetz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sanierungsarbeiten auf einer der vielen Brücken auf der Strecke zwischen St. Gallen und Wattwil. ZVG

30 Millionen Franken will die SOB in die Sanierung der Bahnstrecke investieren. Insbesondere sollen die rund 35 Jahre alten Gleise ersetzt, drei Tunnels sowie verschiedene Brücken und Steinschlagnetze saniert werden.

Wenig Interesse bei den Unternehmen

Im Sommer 2013 hatte die SOB die Arbeiten ausgeschrieben. Bis Anfang März ging allerdings lediglich eine Offerte ein. Diese lag weit über dem gesteckten Kostenrahmen. Die SOB hat angesichts der mageren Ausbeute die Ausschreibung zwischenzeitlich gestoppt. Man sei nochmals über die Bücher, heisst es.

Aufteilung in verschiedene Leistungspakete

Statt als ein einziger Block sollen die Sanierungsarbeiten neu in verschiedenen Leistungspaketen ausgeschrieben werden. Auch wolle die SOB sich selber stärker beteiligen und beispielsweise eine Lokomotive samt Wagen zur Verfügung stellen. Die Arbeiten sollen wie ursprünglich geplant im Sommer 2015 ausgeführt werden.

Schwieriges Gelände

Der Grund für die harzige Ausschreibung sei das schwierige Gelände, heisst es bei der SOB. Weil die verschiedenen Baustellen einzig per Bahn erreicht werden können, seien besondere Geräte und Kenntnisse erforderlich. Über diese verfügten in der Schweiz nur drei bis vier Unternehmen.