Sparentscheid bringt Personal neue Unsicherheit

Das St. Galler Kantonsparlament hat sich gegen Lohnkürzungen entschieden, aber das Personal auf andere Weise ins Visier genommen. Neu müssen die Departementsvorsteher ein Prozent des Personalaufwands einsparen. Wie, das bleibt der Regierung überlassen.

«Ich rechne mit Entlassungen», sagt Maria Huber, SP-Kantonsrätin und Präsidentin der Konferenz der Personalverbände. Ihr sei nicht ersichtlich, wie die Regierung sonst dieses eine Prozent einsparen wolle.

Entsprechende Aussagen habe Finanzdirektor Martin Gehrer ja bereits in der Vergangenheit getätigt.

Dieser reagiert vorerst nüchtern. Entlassungen gelte es in diesem Schritt zu umgehen. Doch nach der Sondersession im Juni, wenn das Parlament alle Leistungen des Kantons überprüft, seien Kündigungen denkbar. «Es wäre die Konsequenz», so Gehrer.

Vorläufig müssen sich die Kantonsangestellten gedulden. Solange die Regierung nicht weiss, wie und wo sie das eine Prozent beim Personal einsparen will, gibt es keine Sicherheiten