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Die Universität setzt sich Massnahmen, die sich ihren Studierenden schon lange lehrt.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 01.03.2019.
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Spesenaffäre an der HSG Universität St. Gallen will grundlegenden Kulturwandel einleiten

Nach der Spesenaffäre hat die Universität St. Gallen am Freitag einen Massnahmenplan vorgelegt. «Wir werden alles daransetzen, die angezeigten Missstände zu beheben», heisst es in der Mitteilung. Und weiter: «Wir wollen nicht nur einzelne Fehler korrigieren, sondern auch einen grundlegenden Kulturwandel einleiten.»

Als eine der zentralen Massnahmen nennt die Universität eine Sonderprüfung der Institute durch ihre geschäftsleitenden Ausschüsse. Diese Sonderprüfung soll bis zum 30. September abgeschlossen sein. Eine Aufgabe dieser Ausschüsse sei es, auf Feststellungen der Finanzkontrolle mit Massnahmen zu reagieren.

Wir können nicht ausschliessen, dass noch weitere Fälle auftauchen.
Autor: Universität St. Gallen

Bei dieser Sonderprüfung könne nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Fälle auftauchen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Ombudsstelle soll ausgebaut und unabhängig werden

Eine geplante Massnahme: Die heutige Ombudsstelle soll zu einer von der Universität unabhängigen Institution ausgebaut werden. Sie soll auch als Anlaufstelle für Whistleblower dienen. «Das entspricht internationalen Standards, die wir auch einhalten wollen», sagt Rektor Thomas Bieger.

Zum Beispiel soll eine Wissensdatenbank aufgebaut werden für die Anwendung bestehender Reglemente insbesondere in den Bereichen Spesen und Auszahlungen. Vorgesehen sind auch Schulungen im Compliance-Bereich oder ein Verhaltenskodex.

Vier-Augen-Prinzip konsequent durchsetzen

Bereits per 1. Februar wurde ein neues Spesenreglement in Kraft gesetzt. Und: Das Vier-Augen-Prinzip beim Visieren von Belegen soll fortan konsequent durchgesetzt werden.

Viele dieser Massnahmen lehrt die HSG ihren Studierenden zum Thema Unternehmensführung. Darauf angesprochen, ob die Universität ihre eigene Unternehmensgesundheit vernachlässigt habe sagt Bieger: «Jede Organisation hat nur beschränkte Kapazitäten. Wir hatten in den letzten Jahren viele Grossprojekte, wie den Medical Master. Da macht man eine Prioritätensetzung, die sich im Nachhinein nicht nur als gut erweist.»

Die HSG verspricht, dass sie die Öffentlichkeit regelmässig über den Stand der Massnahmen informieren wird.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Mir schaudert‘s beim Gedanken, dass Leute mit solch einer Haltung, schier absolutistischen Haltung Studierende ausgebildet haben und damit automatisch diese Haltung weiter gegeben haben. Diese Leute sitzen nun in der Teppichetage von Firmen und Regierung. Die HSG ist ein wichtiger Bestandteil von St. Gallen, doch mir graut bei der Vorstellung, dass dieser Laden sich nun physisch in die Stadt hinein fressen will. Ich hoff von ganzem Herzen das der Neubau vom denkenden Volk abgelehnt wird.
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  • Kommentar von Jeff Kastens  (JeKaMo)
    Die HSG produziert elitäre Egomanen. Also muss sich sich selbst elimieren um einen Kulturwandel herbeizuführen.
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  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Das war nicht nur faellig, sondern ueberfaellig. Studium und Grundlagenforschung gehoeren allein in staatliche Haende. Unbedenkliche Erkenntnisse sind an den Hoechstbietenden zu versteigern. Nebenerwerbe sind Studenten und Unipersonal nur beim Staat zu bewilligen....
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