St. Galler Flugplatz Altenrhein fürchtet finanzielle Turbulenzen

Ab 2016 müssen regionale Flugplätze in der Schweiz die Rechnung für die Flugsicherheit selber begleichen. Für die Betreiber kann das gravierende Folgen haben.

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Bildlegende: Bald muss St. Gallen - Altenrhein die Kosten für die Flugsicherung selbst berappen. Keystone

Der Verband Schweizer Flugplätze hat in diesen Tagen Alarm geschlagen und seine Mitglieder zu einer Sitzung einberufen. Das Thema: Die Finanzierung der Flugsicherung. Der Bund wird die Kosten für regionale Flughäfen ab 2016 nicht mehr subventionieren.

Das stellt die Verantwortlichen des Flugplatzes St. Gallen - Altenrhein vor ein Problem: «Kein einziger Regionalflughafen ist in der Lage, diese Kosten selber zu tragen», sagt Mediensprecher Thomas Mary gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. Gemäss heutigem Informationsstand geht er von einer Rechung in der Höhe von rund einer Million Franken pro Jahr aus. «Unter solchen Umständen könnten wir nicht mehr profitabel wirtschaften».

Als Konsequenz müssten die Flughafenbetreiber ihre Gebühren massiv erhöhen. «Das würde unserer Wettbewerbsfähigkeit klar schaden», sagt Mary. Er fürchtet, so seine Kunden an die Flughäfen Zürich und Friedrichshafen zu verlieren.

Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. In den nächsten Monaten wollen die Verantwortlichen der regionalen Flugplätze zusammen mit Vertretern des Bundes zusammensitzen. Das Ziel für Thomas Mary: Eine finanziell verkraftbare Lösung finden.