St. Galler Kantonspolizei nutzt schon eine Mini-Drohne

Im letzten halben Jahr ist die Mini-Drohne sechs mal eingesetzt worden: Für Aufnahme von Unfällen und Bränden, sagt Polizeisprecher Hanspeter Krüsi. Geprüft wird die Beschaffung von vier bis fünf weiteren Drohnen.

Drohne in der Luft Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Drohe, wie sie die Polizei in Deutschland einsetzt. Keystone

Es sind 40 cm grosse Mikrokopter, an die die St. Galler Kantonspolizei denkt, vier bis fünf Stück, stationiert in verschiedenen Regionen des Kantons. Pro Mini-Drohne wird mit Kosten von rund 5000 Franken gerechnet.

Seit einem halben Jahr bereits im Einsatz ist eine Testdrohne. Eingesetzt wird sie für Fotos zur Beweisaufnahme. «Wir haben so zum Beispiel den Tatort des Familiendramas in Grabs fotografiert», sagt Polizeisprecher Hanspeter Krüsi. Beim Brand eines Ferienhauses in Ebnat Kappel sei die Drohne ebenfalls eingesetzt worden. Die Forensiker würden so weitere Hinweise auf den verlauf des Brandes gewinnen.

Nicht in Frage komme der Einsatz der Mini-Drohnen zur Überwachung von einzelnen Personen, Gruppen oder etwa Demonstrationen. «Wir verwenden sie aus Sicherheitsgründen auch nicht über bemanntes Gebiet», so Krüsi weiter, «es wäre verheerend wenn eine abstürzende Drohne jemanden verletzen würde».

Auch andere Polizeicorps in der Schweiz prüfen die Beschaffung von Mini-Drohnen. bereits bekannt gegeben hat dies die Stadtpolizei Zürich, interessiert ist auch die Kantonspolizei. Im Kanton Graubünden lässt laut der Zeitung «Südostschweiz» Polizeidirektor Christian Rathgeb die Beschaffung von Drohen abklären.