St. Galler Kapo schliesst Polizeiposten für ein halbes Jahr

Die St. Galler Kantonspolizei schliesst von April bis Oktober verschiedene Polizeiposten teilweise oder ganz. Die abgezogenen Polizisten braucht sie für ein Pilotprojekt. Mit diesem will sich die Polizei für die Zukunft rüsten. Ziel ist es, die Präsenz im öffentlichen Raum zu verstärken.

Polizisten kontrollieren einen Lastwagen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehr unterwegs - die St. Galler Kantonspolizei soll mobiler werden. Keystone

«Zukunft der Kantonspolizei» heisst das Projekt der St. Galler Kantonspolizei. Sie will damit eine verbesserte Präsenz in der Öffentlichkeit erreichen. Zudem soll die Polizei mobiler werden.

«Die Bürger sollen spüren, dass die Kantonspolizei für sie da ist», sagt der St. Galler Polizeikommandant Bruno Zanga gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Schliessung und Teilschliessungen

Um diese Ziele zu erreichen, startet die Kantonspolizei ein Pilotprojekt. Dieses dauert von April bis Oktober. Die Polizei muss dafür aber Personal aus verschiedenenen Polizeistationen abziehen. Die Posten in Abtwil und Kaltbrunn werden deshalb ganz geschlossen, diejenigen von Wittenbach, Thal, Oberriet, Brunnadern und Flawil teilweise.

Mit dem Wandel mitgehen

Hintergrund der Neuausrichtung sei der gesellschaftliche Wandel zur 24-Stunden-Gesellschaft, sagt Polizeikommandant Bruno Zanga. Die Leute seien heute viel mehr unterwegs. «An den Wochenenden gibt es heute viel mehr Veranstaltungen, Konzerte und Partys. Diese beschäftigen die Polizei zunehmend.»

Deshalb müsse die Polizei ihre Strukturen an diese Veränderungen anpassen. Der Pilotversuch dauert bis Ende Oktober. Danach kehren die abgezogenen Polizeikräfte auf ihre Posten zurück.