St. Galler Stadtpräsidium: Rausch zieht Kandidatur zurück

Der amtierende Stadtpräsident von St. Gallen, Thomas Scheitlin (FDP), bleibt nun doch konkurrenzlos. Sein Herausforderer Veit Rausch von den Grünliberalen will nicht mehr, er tritt nicht mehr zur Wahl am 25. September an.

Veit Rausch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bereits die Kandidatur von Veit Rausch war eine Überraschung. Der Rückzug nun ebenso. glp

Lange war Thomas Scheitlin der einzige Kandidat für das Stadtpräsidium. Kurz vor der Einreichefrist mitten in den Sommerferien zauberten die Grünliberalen einen Gegenkandidaten aus dem Hut: Den Architekten und Philosophen Veit Rausch.

In einigen Auftritten zeigte Rausch wenig griffige Positionen und kein eigentliches politisches Programm.

Nun hat er seine Kandidatur zurückgezogen. Beim heutigen politischen System würden seine Ideen nicht ankommen, sagte er am Freitag gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. «Ich fühle mich nicht berufen, zum jetzigen Zeitpunkt in ein politisches Spiel einzutreten», schreibt Rausch zudem in einem Communiqué.

Grünliberale profitieren nicht

Der abgebrochene Wahlkampf könnte sich für die Grünliberalen auf die Stadtparlamentswahlen auswirken, die ebenfalls am 25. September stattfinden. Die Publizität, die sich die Partei möglicherweise erhofft hat, könnte nun negative Effekte haben. Veit Rausch selbt kandidiert weiterhin für das Stadtparlament.