St. Galler Voranschlag mit einem Defizit von 30 Millionen

Ein Minus von 30 Millionen Franken weist der Kanton St. Gallen im Voranschlag 2014 aus. Der Eigenkapitalbezug fällt tiefer aus als in den Vorjahren. Der St. Galler Kantonsrat hat am Dienstag dem Budget mit 110 zu 3 Stimmen zugestimmt.

Bankautomat gibt zwei Hundert-Franken-Noten aus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Sparpaket zeigt Wirkung: Der Eigenkapitalbezug ist im Voranschlag 2014 tiefer wie in anderen Jahren. Keystone

Bei Einnahmen und Ausgaben von 4,5 Milliarden Franken rechnet der Kanton St. Gallen im Budget für das Jahr 2014 mit einem Defizit von 30 Millionen. Dazu ist aber der Bezug von über 75 Millionen aus dem Eigenkapital nötig. Investitionen sind im Umfang von 457 Millionen geplant.

Verglichen zu anderen Jahren musste weniger Eigenkapital bezogen werden. Waren 2012 noch 200 Millionen und im letzten Jahr 110 Millionen Franken veranschlagt worden, beträgt der Eigenkapitalbezug diesmal 75 Millionen Franken.

Trotz Entlastungsmassnahmen steigen die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Die grösste Aufwandsteigerung gegenüber dem Voranschlag 2013 weisen der öffentliche Verkehr, die ausserkantonalen Hospitalisationen sowie die Abschreibungen auf.

Auf der Ertragsseite rechnet St. Gallen mit zusätzlichen Steuereinnahmen vor allem bei den juristischen Personen.