Stadt Gossau will Steuern erhöhen

Nach den bereits beschlossenen Sparmassnahmen sollen nun auch die Steuern in der St.Gallischen Gemeinde Gossau erhöht werden. Die Bevölkerung müsste rund neun Prozent mehr Steuern bezahlen. Das Solarstrom-Debakel der Stadt hat keinen Einfluss auf die Steuern.

Die Hauptstrasse der Stadt Gossau, im Hintergrund die Andreas Kirche. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Steuerfuss soll neu auf 126 Steuerprozent erhöht werden. Stadt Gossau

Die Steuern in der Stadt Gossau sollen von 116 Steuerprozent auf 126 erhöht werden. Dies beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament. Trotz dieser Steuererhöhung resultiert voraussichtlich ein Defizit von rund 580'000 Franken.

In diesem Bugdet sind die vom Parlament im September beschlossenen Entlastungsmassnahmen im Umfang von 1,7 Millionen Franken berücksichtigt.

Das überfinanzierte Modell der kostendeckenden Einspeisevergütung (kurz KEV) ist nicht Auslöser der Steuererhöhung. Die Förderbeiträge werden wie bis anhin separat mit den Stadtwerken abgerechnet.

Weniger Geld vom Kanton

Schuld an der vorgesehenen Steuererhöhung ist unter anderem der Kanton St.Gallen. Wegen des kantonalen Sparpakets müssen die Gemeinden mehr Kosten übernehmen. So muss Gossau nächstes Jahr 4,5 Millionen Franken selber tragen. Wie attraktiv Gossau betreffend Steuern nächstes Jahr sein wird, kann noch nicht abgeschätzt werden. Von vielen Gemeinden ist der Steuerfuss noch nicht bekannt.