Zum Inhalt springen
Inhalt

Ostschweiz «Steuererhöhung ist keine Option»

Die Ostschweiz weist eine tiefe Steuerbasis pro Kopf aus, insbesondere im Vergleich zu den Nachbarregionen Zürich und Innerschweiz. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) St. Gallen-Appenzell und die IHK Thurgau sehen deshalb einen «finanzpolitischen Handlungsbedarf».

Monopoly-Spielfeld
Legende: Wenn es ums Geld geht, kann die Ostschweiz aufholen. Andere Schweizer Regionen stehen besser da, zeigt eine Studie. SRF / Michael Breu

Die IHK-Studie hat die Ein- und Ausgaben der Ostschweizer Kantone St. Gallen, Thurgau und beider Appenzell untersucht. Alle vier Ostschweizer Kantone seien im Neuen Finanzausgleich (NFA) Nehmerkantone.

Die Zahlungen aus dem Ressourcenausgleich würden aber nicht ausreichen, um die Finanzierungslücken zu schliessen, die wegen der kleinen Steuerbasis entstünden, so der Bericht.

Hohe Steuerbelastung

«Die schwache Steuerbasis zwingt die Ostschweiz dazu, trotz den tiefen Ausgaben relativ hohe Steuern zu erheben. Insbesondere bei den mittleren und hohen Einkommen resultiert im Vergleich zu den Nachbarregionen eine hohe Steuerbelastung». Und diese Belastung schmälere die Attraktivität der Ostschweiz als Wohnort für gut verdienende Pendler aus dem Raum Zürich.

Viel Geld für «ineffiziente Strukturen»

Auch bei den Ausgaben ortet die IHK-Studie Verbesserungspotential. So seien in der Ostschweiz die Ausgaben für Bildung, soziale Sicherheit und Gesundheit weit höher als im Raum Zürich oder in der Zentralschweiz. «Hohe Kosten verursacht vor allem die obligatorische Bildung (Primar- und Sekundarschule); ein Hinweis auf ineffiziente Strukturen», so die Studie weiter. Im Hochschulbereich investiere die Ostschweiz hingegen «relativ wenig Geld».

Die beiden Industrie- und Handelskammern orten deshalb «finanzpolitischen Handlungsbedarf».

Finanzpolitische Handlungsoptionen


Mitglieder der IHK sagen JA
Kantonsschüler sagen JA
Schwerpunktbildung94 Prozent
85 Prozent
Strukturreformen87 Prozent65 Prozent
Sparen
79 Prozent50 Prozent
Nutzerfinanzierung76 Prozent36 Prozent
Verschuldung22 Prozent29 Prozent
Steuererhöhung11 Prozent29 Prozent

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.