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Ostschweiz Teufen will künftig keinen Durchgangsplatz für Fahrende anbieten

Der Durchgangsplatz für Fahrende in Teufen soll aus dem kantonalen Richtplan gestrichen werden. Das wünscht der Teufener Gemeinderat. Die Antwort des Kantons steht noch aus.

Ortsschild Teufen
Legende: Teufen hat zuwenig Platz für Fahrende. Nun soll der Durchgangsplatz im Richtplan gestrichen werden. Keystone

Seit Anfang Monat sind auf dem Zeughausplatz in Teufen 13 Fahrende stationiert. Eigentlich hätten sie heute weiterziehen sollen, doch der Platz in Altstätten (SG) ist wegen des Unwetters gesperrt. Deshalb hat die Gemeinde Teufen Hand geboten und einen Ausweichplatz zur Verfügung gestellt – «ein Zeichen, dass wir nicht rassistisch eingestellt sind», sagt Gemeindepräsident Walter Grob.

Da selten Fahrende in Teufen Halt machen, habe man erst jetzt festgestellt, dass der Zeughausplatz noch immer im kantonalen Richtplan aufgeführt ist, aber nur noch selten zur Verfügung steht. In den Mitteilungen des Teufener Gemeinderates heisst es dazu: «Der Gemeinderat hat festgestellt, dass die Verfügbarkeit des Zeughausplatzes in den letzten Jahren massiv abgenommen hat. Die Auslastung in den beiden Häusern Lindensaal und Zeughaus Teufen ist erfreulicherweise gestiegen. Die Verfügbarkeit für Fahrende beschränkt sich auf etwa zwei Wochen in den Sommerferien, wenn keine anderen Grossanlässe stattfinden bzw. für den Rest des Jahres auf Einzeltage.»

Der Gemeinderat hat nun beim Kanton Appenzell Ausserrhoden ein Gesuch eingereicht, damit der Zeughausplatzes als Platz für Fahrende aus dem Richtplan gestrichen werden kann. Gleichzeitig schlägt Teufen eine Ausweichmöglichkeit auf einem kantonseigenen Grundstück vor.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Wie Recht die doch haben. Zur Nachahmung empfohlen. Es darf nicht sein, dass bald jede Gemeinde einen solchen Parkplatz unterhalten und dafür Grünfläche opfern muss, auf Steuerzahlers Kosten. Dieser alte Zopf des Fahrens müsste eigentlich längst abgeschafft werden. Diese Leute sollen sich um einen festen Wohnsitz bemühen. Sie helfen so, den CO2 ausstoss zu vermindern. Es hat sonst schon genug Verkehr auf den Schweizer Strassen.
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    1. Antwort von W.Ineichen, Luzern
      CO2 Ausstoss vermindern? LOL. Aber im Kt.NW dürfen die Bauern güllen was das Zeug hält, so dass es im ganzen Kanton gruuuusig nach Gülle stinkt. Es ist ratsam, die Autofenster zu schliessen, wenn man durch NW fährt.
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    2. Antwort von Zingg Sandra, Bubikon
      Es muss für diesen vorhandenen (!) Platz keine Grünfläche `geopfert`werden und dieser `alte Zopf des Fahrens`ist die Lebensgrundlage von Schweizer Fahrenden, welche damit auch Steuern bezahlen. Es grüsst, Fahrende Bewegung Schweiz, Sandra Zingg
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