Teufen will künftig keinen Durchgangsplatz für Fahrende anbieten

Der Durchgangsplatz für Fahrende in Teufen soll aus dem kantonalen Richtplan gestrichen werden. Das wünscht der Teufener Gemeinderat. Die Antwort des Kantons steht noch aus.

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Bildlegende: Teufen hat zuwenig Platz für Fahrende. Nun soll der Durchgangsplatz im Richtplan gestrichen werden. Keystone

Seit Anfang Monat sind auf dem Zeughausplatz in Teufen 13 Fahrende stationiert. Eigentlich hätten sie heute weiterziehen sollen, doch der Platz in Altstätten (SG) ist wegen des Unwetters gesperrt. Deshalb hat die Gemeinde Teufen Hand geboten und einen Ausweichplatz zur Verfügung gestellt – «ein Zeichen, dass wir nicht rassistisch eingestellt sind», sagt Gemeindepräsident Walter Grob.

Da selten Fahrende in Teufen Halt machen, habe man erst jetzt festgestellt, dass der Zeughausplatz noch immer im kantonalen Richtplan aufgeführt ist, aber nur noch selten zur Verfügung steht. In den Mitteilungen des Teufener Gemeinderates heisst es dazu: «Der Gemeinderat hat festgestellt, dass die Verfügbarkeit des Zeughausplatzes in den letzten Jahren massiv abgenommen hat. Die Auslastung in den beiden Häusern Lindensaal und Zeughaus Teufen ist erfreulicherweise gestiegen. Die Verfügbarkeit für Fahrende beschränkt sich auf etwa zwei Wochen in den Sommerferien, wenn keine anderen Grossanlässe stattfinden bzw. für den Rest des Jahres auf Einzeltage.»

Der Gemeinderat hat nun beim Kanton Appenzell Ausserrhoden ein Gesuch eingereicht, damit der Zeughausplatzes als Platz für Fahrende aus dem Richtplan gestrichen werden kann. Gleichzeitig schlägt Teufen eine Ausweichmöglichkeit auf einem kantonseigenen Grundstück vor.