Thurgauer EKT darf nicht umziehen

Das Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau (EKT) darf den Hauptsitz nicht von Arbon nach Sulgen verlegen: Die Thurgauer Regierung lehnt ein entsprechendes Gesuch der EKT-Holding ab. Zu viele politische Aspekte sprächen dagegen.

Das Haus im Jugendstil, welcher der Hauptsitz des EKT in Arbon ist. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Hauptsitz des EKT bleibt in diesem Gebäude in Arbon. zvg

Der Regierungsrat stuft die wirtschaftlichen Vorteile eines Standortwechsels tiefer ein als die politischen Nachteile. Denn die kantonalen Institutionen im Oberthurgau seien dünn angesiedelt und die Arbeitsplätze dort sollten erhalten bleiben, sagt Regierungsrat Kaspar Schläpfer gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz». Er will am Standort Arbon für die nächsten vier Jahre festhalten.

Kritik übt die Thurgauer Regierung an der Stadt Arbon. Normalerweise bringe eine Gemeinde einer Arbeitgeberin wie der EKT-Gruppe, die fast 100 Jahre in Arbon sei und 80 Arbeitsplätze biete, eine entsprechende Wertschätzung entgegen. Aber das Gegenteil sei der Fall: Die Stadtwerke Arbon hätten vor längerer Zeit den EKT-Verbund verlassen und nur gegen den Standortwechsel protestiert, statt sich ums EKT zu bemühen, sagt Schläpfer weiter.

« Wir erwarten von den Stadtwerken Arbon, dass  sie nach dem jetzigen Entscheid in den nächsten vier Jahren wieder in den EKT-Verbund zurückkehren. »

Der EKT-Verwaltungsratspräsident Rainer Siegrist nimmt diesen Entscheid zur Kenntnis. Er sei zufrieden, dass die Regierung die Anliegen der EKT anerkannt habe. Ausserdem habe die Regierung nicht für immer Nein zu einem Standortwechsel gesagt. Man wolle nun die Zusammenarbeit mit der Stadt Arbon angehen.

Die Stadt Arbon will derzeit keine Stellung nehmen. Der Stadtrat wolle sich zuerst beraten, heisst es auf Anfrage.