Thurgauer Frauen spannen zusammen

Die KMU-Frauen Thurgau sind der Meinung, dass es zu wenig Frauen in der Politik hat. Darum organisieren sie Veranstaltungen und Coachings zur Frauenförderung. 2020 soll jedes dritte Mitglied im Kantonsrat weiblich sein.

Frauen sitzen um einen Tisch und diskutieren Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Diskussionen sollen sich die Frauen gegenseitig ermutigen. zvg

Sie habe es kaum glauben können als sie die Ergebnisse der St. Galler Parlamentswahlen vor einer Woche studiert habe, sagt Regula Marti. Die Unternehmerin spielt damit auf den Frauenanteil im Parlament an, welcher auf unter 20 Prozent gesunken ist.

«Das soll uns nicht passieren, dafür kämpfen wir und versuchen möglichst viele Frauen für die Politik zu begeistern», sagt Regula Marti. Das Problem sei oft, dass

sich Frauen ein Amt nicht zutrauen. Darum organisieren die KMU Frauen Coachings und Veranstaltungen. Es brauche mehr Frauen in der Politik, weil diese auf ganz andere Themen setzen würden als Männer, erklärt Marti. Auch die Thurgauer SVP-Kantonsrätin Diana Gutjahr ist überzeugt: «Frauen am Sitzungstisch machen eine andere Diskussion». Sie findet die Frauenförderung darum sinnvoll.

Kurse für Frauen in Glarus

Der tiefe Frauenanteil in der Politik ist auch andernorts ein Thema. Der Kanton Glarus beispielsweise hat zwei Jahren mit einer Kurssreihe reagiert. Die Gleichstellungskommission des Kantons organisiert Kurse, um Frauen für die Politik fit zu machen. Die ersten zwei Kurstage seien von je etwa zehn Frauen besucht worden und damit ein Erfolg gewesen. Ob diese Frauen dann auch für ein politisches Amt kandidieren, zeigt sich erst bei den nächsten Wahlen in zwei Jahren.