Thurgauer Kantonsparlament will Weiler stärken

Kleinsiedlungen seien identitätsstiftend und typisch für den Kanton Thurgau. Das Kantonsparlament war sich einig, dass sich diese Weiler auch künftig entwickeln sollen. Die Regierung soll das nun gegenüber dem Bund selbstbewusster durchsetzen.

Hügel mit gründer Wiese mit Blick auf einen Weiler. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Kanton Thurgau gibt es über 200 Weiler wie die rund um die Gemeinde Märstetten. SRF

Mit den neuen Raumplanungsgesetzen von Bund und Kanton kommen die Bauzonen unter Druck. Kulturland soll besser geschützt werden. Mehrere Thurgauer Kantonsräte zeigten sich besorgt, dass deshalb die Weiler im Thurgau künftig nicht mehr als Bauzonen gelten könnten.

Kein "Ballenberg" im Thurgau

Die Thurgauer Weiler sollten nicht "à la Ballenberg" museal werden, sondern bewohnt und lebendig bleiben, heisst es weiter. Die meist nicht mehr genutzten Häuser der Weiler müssten umgenutzt werden können, ohne deren Charakter zu zerstören.

Die Regierung erklärte bereits in der letzten Sitzung, dass sie die Weilerzonen als Bauzonen beibehalten wolle. Im Kantonsparlament war aber umstritten, ob das der Bund auch so sieht. Über die Parteigrenzen hinweg wurde betont, dass die Regierung den Thurgauer Standpunkt selbstbewusster in Bern vertreten und sich für die Weilerzonen stark machen solle.