Thurgauer Koranunterricht wird wieder zum Politikum

Im Dezember hatte der Thurgauer Grosse Rat erstmals eine Initiative für ungültig erklärt. Die Initiative wollte den Koranunterricht in Thurgauer Schulen verbieten. Jetzt kommt das Thema wieder auf das politische Parkett.

Ein Kind liest in einem Koran. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nur noch Landeskirchen sollen den Religionsunterricht abhalten dürfen. Der Koran könnte damit nicht mehr gelehrt werden. Keystone

Der EDU-Kantonsrat Daniel Wittwer hat einen Vorstoss im Rat eingereicht. Er verlangt, dass nur noch Landeskirchen Religionsunterricht in Schulräumen erteilen dürfen. Damit soll der Status der Landeskirchen gefestigt werden.

Damit zielt Wittwer in eine ähnliche Richtung, wie die für ungültig erklärte Volksinitiative. Sein Vorstoss habe nichts mit der Initiative zu tun, sagt Witter gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». Aber er nehme daraus einen Punkt auf, über den man sachlich diskutieren müsse.