Thurgauer Personalverbände kritisieren Pensionskassensanierung

Die Dachorganisationen des Staatspersonals und der Lehrerschaft rufen zur Kundgebung in Frauenfeld auf. Hauptkritikpunkt ist die Streichung von Zinsen auf Sparguthaben.

Plakat ruft zur Kundgebung auf. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit Plakaten wird zur Kundgebung aufgerufen. zvg

Gemäss Weisung des Bundes muss auch der Kanton Thurgau die Pensionskassen der Staatsangestellten und der Lehrerschaft in die Selbständigkeit entlassen. Dazu müssen zuerst die Finanzen ins Lot gebracht werden. Nach Abzug verschiedener Leistungen bleibt aber eine Deckungslücke von 64 Millionen Franken. Laut Regierung sollen die Arbeitnehmer 44 Prozent dieser Kosten übernehmen. Sie sollen auf Zinsen für ihr Sparkapital verzichten, bis der Beitrag erreicht ist.

Kundgebung in Frauenfeld

Dagegen wehren sich die Personalverbände des Thurgauer Staatspersonals und der Lehrerschaft gemeinsam. Statt Zinsen zu streichen, soll der Kanton einen grösseren Anteil an den Kosten übernehmen, so wie dies ursprünglich vorgesehen war, fordert Mette Baumgartner, Präsidentin des Dachverbandes Personal Thurgau.

In St. Gallen übernahm der Kanton bei der Verselbständigung seiner Pensionskassen 75 Prozent der Kosten. Personal Thurgau und Bildung Thurgau riefen ihre Mitglieder deshalb zu einer gemeinsamen Kundgebung am Dienstagabend in Frauenfeld auf.

Die Verselbständigung der Pensionskassen wird auch den Thurgauer Kantonsrat beschäftigen: Noch im September will der Rat über die weiteren Schritte entscheiden.