Zum Inhalt springen
Inhalt

Ostschweiz Thurgauer Regierung will Kaminfeger-Monopol aufheben

Im Thurgau sollen nicht mehr die Gemeinden den Kaminfeger bestimmen. Die Regierung will den Hauseigentümern mehr Rechte geben. Eine Kostenreduktion erwartet sie aber nicht.

Kaminfeger bei der Arbeit
Legende: Im Thurgau soll das Kaminfegermonopol fallen. Keystone

Die Liberalisierung des Kaminfegerdienstes forderten rund 40 Kantonsräte aus allen Parteien mit einem Vorstoss. Die Arbeit des Kaminfegers habe sich stark gewandelt. Deshalb sei es richtig, den Markt zu liberalisieren. Heute entscheiden die Gemeinden, welcher Kaminfeger für ihr Gebiet zuständig ist.

Die Regierung unterstützt die Motion, wie sie in ihrer Antwort schreibt. Sie erwarte zwar keine Kostenreduktion. Allerdings könne man heute das Monopol kaum mehr begründen. Damit für die Gemeinden kein zusätzlicher Kontrollaufwand entstehe, müsse die Regierung bei der Ausarbeitung des Gesetzes noch Lösungen finden.

Das Kaminfegermonopol besteht zurzeit noch in der Mehrheit der Kantone, so auch in fast allen Ostschweizer Kantonen. Kein Monopol mehr haben folgende Kantone: BS, GL, OW, SH, SZ, TI, UR, ZH und ZG. In BL, BE und SO wird ebenfalls über eine Liberalisierung diskutiert.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Mit der Vergabe von Kaminfegerarbeiten durch Gemeindebehörden wird Politik betrieben. Es reicht, wenn sich einige Bürger bei der Gemeinde beschweren über den Kaminfeger und dann wird das Gebiet einem andern vergeben. Dabei spielt die Fachkompetenz der Bewerber keinerlei Rolle. Diese nicht mehr zeitgemässe Regelung ist vergleichbar mit einem Zwang, den von der Gemeinde vorgeschriebenen Garagisten zu berücksichtigen bei Servicearbeiten an ihrem Fahrzeug, schlicht absurd.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen