Stiftung Suchthilfe Toter Fixer als Wendepunkt

Weil 1989 in der Stadt St. Gallen wie in Zürich am Platzspitz eine offene Drogenszene existierte, war die Lage akut. Zu diesem Zeitpunkt wurde deshalb die St. Galler Stiftung Suchthilfe gegründet. Christian Crottogini (67) war einer der Mitgründer. In St. Gallen arbeiteten unter seiner Ägide zum ersten Mal in der Schweiz Polizei und Sozialarbeiter zusammen.

Er blickt auf eine bewegte Zeit zurück

Der Mensch stand für Christian Crottogini stets an erster Stelle. Sei es früher als Leiter des städtischen Schulamts in St. Gallen oder als Präsident der Stiftung Suchthilfe. Die offene Drogenszene sei eine schreckliche Zeit gewesen, erinnert sich Crottogini. Heroinsüchtige setzten sich in der Öffentlichkeit den Schuss. Nicht selten gab es Tote. Er sagt: «Der Wendepunkt war, als ich im Schellenacker in St. Gallen einen scheinbar schlafenden Mann auf einem Stuhl wecken wollte und dann merkte, dass er tot war. Das zeigte mir, dass wir alles unternehmen mussten, um den Drogen den Kampf anzusagen.»