Traulokale im Thurgau bleiben erhalten

Der Kanton Thurgau kommt auf einen umstrittenen Entscheid zurück. Ursprünglich sollten die meisten Traulokale geschlossen werden, weil sie nicht oder nur noch selten benutzt werden. Nun bleiben sie vorläufig erhalten.

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Bildlegende: Durch die Schliessung von Traulokalen werde nichts gespart, kritisierten die Gemeinden. Keystone

Als Sparmassnahme war es nicht gedacht. Aber die Sparrunde des Kantons nahm das Amt für Handelsregister und Zivilstandswesen zum Anlass, auch den Aufwand für die Trauungen ausserhalb der Zivilstandsämter zu überprüfen.

Dabei stellte man fest, das besondere Locations wie Schlösser, die Kartause Ittingen oder die Drachenburg in Gottlieben sehr beliebt sind, die zum Teil schmucklosen Traulokale in vielen Gemeinden dagegen nicht.

Das Amt wollte daher die Traulokale in 53 Gemeinden, deren Räumlichkeiten weniger als 5 Mal pro Jahr nachgefragt wurden, schliessen.

Der Entscheid löste in den Gemeinden Widerstand aus. Man sah den Nutzen der Massnahme nicht. Zudem kritisierten Gemeindevertreter die «eigenmächtige» Entscheidung des Kantons .

Nun krebst das Amt zurück. «Wir verzichten auf die Massnahme», sagt Amtsleiter Giacun Valaulta gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Allerdings hätten einige Gemeinden angekündigt, von sich aus auf den Service des Zivilstandsamts in ihrer Gemeinde zu verzichten.