Viele Mostäpfel in der Ostschweiz

Obstbauern und Mostereien erwarten diesen Herbst eine gute Mostobsternte: Rund 60 Prozent mehr Äpfel und 40 Prozent mehr Birnen im Vergleich zu 2013. Die reiche Ernte stellt beide Seiten aber auch vor Herausforderungen.

Eine Männerhand greift nach einem reifen Apfel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Warmer Frühling, nasser Sommer: Die Bedingungen für die Äpfel waren in diesem Jahr gut. Keystone

Der schöne Frühling und der nasse Sommer bescheren den Obstbauern in diesem Herbst eine reiche Ernte. Dies freut auch die Mostereien in der Ostschweiz. Möhl und Ramseier, welche zusammen rund 80 Prozent des Marktes abdecken, freuen sich, dass sie ihre Reserven auffüllen können. «Wir müssen Ende Herbst immer rund 50 Prozent Ernteausgleichsreserve haben, damit wir eine Missernte oder einen Hagel im nächsten Jahr überstehen können», sagt Ernst Möhl, Geschäftsführer der Mosterei Möhl in Arbon.

Auch die Obstbauer unterstützen dieses Vorgehen. «Es wären Horrorszenarien, wenn wir in der Schweiz in einem schwachen Jahr auf chinesisches oder polnisches Konzentrat zurückgreifen müssten», so Edwin Huber, Präsident des Thurgauer Obstverbandes. Er sei deshalb froh, wenn die Mostereien genug Reserven anlegen könnten.