Von echten Kämpfen keine Spur

Sechs sind einer zu viel: Im Kanton Thurgau bewerben sich drei Frauen und drei Männer um die fünf Sitze in der Regierung. Von einem Wahlkampf kann aber nicht die Rede sein.

Thurgauer Regierung Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer folgt auf Kaspar Schläpfer (2. v. r.): Der Entscheid fällt Ende Februar. kanton Thurgau

Am 28. Februar haben die Thurgauerinnen und Thurgauer die Wahl: Sie besetzen ihre Kantonsregierung neu. Zur Verfügung stellen sich die vier bisherigen Regierungsräte Jakob Stark und Monika Knill (beide SVP), sowie Carmen Haag (CVP) und Cornelia Komposch (SP). Neu zu besetzen gilt es den Sitz von FDP-Politiker Kaspar Schläpfer, der nicht mehr antritt.

Kaum Unterstützung für die Kandidatur der Grünliberalen

Die FDP will ihren Sitz verteidigen: Sie schickt Walter Schönholzer ins Rennen. Zum Angriff pfeifen die Grünliberalen mit Kantonsrat Ueli Fisch. Chancen werden dem GLP-Mitglied aber kaum eingeräumt. Die Regierungsparteien wollen an der heutigen Zusammensetzung nicht rütteln. Nur gerade die Grünen haben Ueli Fisch - nebst seiner eigenen Partei - bisher die Unterstützung zugesichert.

Der SP ist es etwas mulmig

Ein klein wenig Spannung gibt es im Vorfeld dennoch: Die Sozialdemorakten fürchten, die Kandidatur des bürgerlichen Fisch könnte sie in Bedrängnis bringen. «Bei Regierungsratswahlen hat es die SP im Thurgau jeweils schwer», sagt Vize-Präsidentin Edith Graf-Litscher. Sie glaubt aber - wie auch die übrigen Regierungsparteien - an die Wiederwahl ihrer Kandidatin Cornelia Komposch.