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Ostschweiz Vor der Ernte: Winzer planen «Wimmet»

Auf dem Hausberg von Weinfelden im Kanton Thurgau, dem Ottenberg, wird seit Generationen Wein angebaut. Immer im September kurz vor der «Wimmet», also dem Ablesen der Trauben, treffen sich die Winzer zum Erfahrungsaustausch.

Beim Gespräch mit den Winzern der Weinfelder Rebbaukommission wird schnell klar, dass jeder Winzer zu einem anderen Zeitpunkt mit der Ernte anfängt. Es hängt von der Reife der Trauben, aber auch von der Sorte ab. Benno Forster beispielsweise wird noch diese Woche mit dem Ablesen einer frühreifen Weissweinsorte an.

Winzer in der fünften Generation

Benno Forster ist Winzer bereits in der fünften Generation auf dem Ottenberg. Er ist Winzer aus Leidenschaft und überzeugt, dass der Charakter des Winzers auf den Wein übergeht. Doch weniger über Wein als vielmehr über das Weinjahr wurde am traditionellen Rebumgang gesprochen.

Dieses Weinjahr sei geprägt gewesen vom Frost anfangs Jahr. Damals seien die Winzer nur knapp an einem Totalausfall vorbeigekommen, erzählt Benno Forster. Der Sommer sei warm gewesen und gut für die Entwicklung der Trauben. Zwar hätte es oft geregnet, aber das hätte den Trauben nicht viel gemacht.

Und immer wieder die Kirschessigfliege

An diesem Rebumgang immer wieder Thema war natürlich die grösste Sorge der Winzer in diesem Jahr, die Kirschessigfliege. Diese ist erst seit kurzem als Schädling bekannt und die Winzer lernen nun den Umgang mit ihm. Nur ungern bekämpft man sie so kurz vor der Ernte mit Pestiziden.

Winzer Benno Forster greift deshalb auf Kaolin zurück. Mit dieser weissen Tonerde hofft er die Kirschessigfliege von den Trauben fernzuhalten. Noch ist es aber zu früh zu sagen, ob diese Massnahme hilft. Erst wenn die «Wimmet» vorbei ist, können die Winzer vom Ottenberg beurteilen, ob die Kirschessigflieg erfolgreich bekämpft werden konnte.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Landwirtschaft findet in der Natur statt, aslo muss sich die LW der Natur vollumfänglich anpassen und nachhaltig öko-logisch wirtschaften! Das gitl auch für die Winzer! Oder aber, man ist unseinsichtig und wirtschaftet nicht im Einklang mit Natur und Tier, sondern ist auch im Chemieverbrauch weltweit Nr.1 = CH konventionelle LW mit Monokulturen und nicht artgerechter, dafür egoistischer Tierhaltung! Das wiederum hat logischerweise auch einen gesundheitlich negativen Einfluss auf den Menschen!
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