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Regierungsgebäude Thurgau
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Wahlen Regierung Thurgau Sieben Kandidierende für fünf Sitze

Aus der Thurgauer Regierung wechselt der SVP-Politiker Jakob Stark in den Ständerat. Sein Sitz wird frei. Die SVP will diesen mit Kantonsrat Urs Martin verteidigen. Neben Urs Martin treten auch die Grüne Karin Bétrisey und Ueli Fisch von den Grünliberalen an.

Die Bisherigen Carmen Haag, CVP, Cornelia Komposch, SP, Monika Knill, SVP und Walter Schönholzer, FDP, treten wieder an.

Die Kandidierenden

  • Urs Martin, der grosse Kritiker

    Der 41-jährige Familienvater lebt mit seiner Frau in Romanshorn. Der HSG-Absolvent arbeitet bei der Privatklinik Hirslanden in der Geschäftsleitung. Er war Sekretär der SVP-Bundeshausfraktion. Seit 12 Jahren ist Urs Martin SVP-Kantonsrat und gilt als grosser Kritiker der Behörden und Verwaltung. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und geht auch die Regierungsräte in den Sessionen des Grossen Rates immer wieder an. Bleibt die Frage: Schafft Urs Martin im Falle einer Wahl den Rollenwechsel vom polarisierenden «Polterer» zum konsensorientierten Exekutivpolitiker?

  • Karin Bétrisey, hartnäckig und streitbar

    Die 49-Jährige wuchs im Kanton Aargau auf. Sie ist Ingenieurin, Raumplanerin, verheiratet und Mutter einer Tochter. Sie sitzt seit Sommer 2018 für die Grünen im Grossen Rat Thurgau. Sie gilt als hartnäckig und nicht unbedingt als diplomatisch zurückhaltend. So ging Karin Bétrisey im Zusammenhang mit der Ortsplanungsrevision rechtlich gegen den Gemeinderat und den Gemeindepräsidenten ihrer Wohngemeinde Uttwil vor. Der Streit ist noch hängig. Bétrisey wäre die erste Grüne Regierungsrätin im Thurgau.

  • Ueli Fisch, Rückzieher vom Rückzieher

    Mit der Kandidatur von Ueli Fisch von der GLP hat man nicht mehr gerechnet. Nach seinem erfolglosen Abschneiden bei den National- und Ständeratswahlen im Herbst, hat der Unternehmer angekündigt nicht für den Regierungsrat anzutreten. Seinen Rückzieher vom Rückzieher hat er später damit begründet, dass es nicht klar war, ob auch die Grünen einen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken werden. Und weil es eine Auswahl brauche, habe er sich nun doch zur Verfügung gestellt. Bei den letzten Wahlen in die Thurgauer Regierung hat er die Wahl nur knapp verpasst. Das zeigt, dass er durchaus wählbar ist für die Thurgauer Stimmbürger und Stimmbürgerinnen. Sein Programm: Ökologische Themen mit einer wirtschaftsfreundlichen Politik kombinieren.

  • Carmen Haag, die Freundliche und Bestimmte

    Die ehemalige Steuerexpertin ist seit 8 Jahren für die CVP Vorsteherin des Bau- und Umweltdepartements. Mit den Projekten der Bodenseethurtalstrasse, der Renaturierung der Thur, aber auch mit dem Raumplanungskonzept gibt es im wahrsten Sinne des Wortes viele Baustellen in ihrem Departement. Carmen Haag tritt stets freundlich, aber bestimmt auf, was sich gut beim Projekt der Bodenseethurtalstrasse zeigt. Ein Projekt, das sie gegen alle Widerstände erfolgreich vorangetrieben hat. Carmen Haag gilt als aussichtsreiche Kandidatin für das frei werdende Finanzdepartement, aber auch als Nachfolgerin der CVP-Ständerätin Brigitte Häberli, wenn diese einmal zurücktreten wird. Zu beiden Mandaten gibt sich die Bauchefin bedeckt. Sie fühle sich wohl im Baudepartement und überhaupt finde sie, dass das Finanzdepartement, welches als Schlüsseldepartement gilt, überschätzt werde.

  • Cornelia Komposch, die Durchsetzungswillige

    Cornelia Komposch ist seit fünf Jahren Justiz- und Polizeidirektorin im Kanton Thurgau. In der ablaufenden Amtszeit gab besonders die Schliessung von über der Hälfte aller Polizeiposten im Kanton Anlass für Kritik. Für einen Ausgleich zu ihrer Regierungsarbeit geht Cornelia Komposch häufig spazieren. Sie hat seit kurzem einen Grauhaardackel, der sie regelmässig in ihr Büro in Frauenfeld begleitet. Bei ihrem Amtsantritt im Sommer 2015 nahm sie Bezug auf die berühmten drei Affen, die nichts sehen, hören und sagen: In ihrer Tätigkeit als Regierungsrätin sei sie das pure Gegenteil. Sie sage zu allem etwas, höre genau zu und beobachte genau, so Komposch.

  • Monika Knill, die Sportliche

    Monika Knill ist die amtsälteste Regierungsrätin im Kanton Thurgau. Seit 12 Jahren ist die SVP-Politikerin Chefin des Departements für Erziehung und Kultur. Die 47-Jährige bezeichnet sich als überhaupt nicht amtsmüde. Um den Kopf freizubekommen geht sie Joggen oder spielt Volleyball. In der ablaufenden Legislatur gab vor allem die umstrittene Freistellung des Rektors der Pädagogischen Hochschule zu reden. Ein Untersuchungsbericht erteilte dem Hochschulrat und der Erziehungsdirektorin Monika Knill schlechte Noten wegen mangelnder Kommunikation.

  • Walter Schönholzer, der Krisengeschüttelte

    Die politische Laufbahn von Walter Schönholzer verlief gradlinig: Vom Gemeindepräsidium von Kradolf-Schönenberg zum Kantonsrat und Präsidenten der FDP Thurgau. Kurz nach seiner Wahl zum Regierungsrat im Jahr 2016 wurde er mit einem der grössten Tierschutzskandale des Kantons Thurgau, wenn nicht sogar der ganzen Schweiz, konfrontiert. Der Fall «Hefenhofen» - also der Fall eines renitenten Tierquälers aus Hefenhofen, bei dem die Behörden über Jahre zu wenig durchgegriffen haben – wird mit der Person des zuständigen Regierungsrates Walter Schönholzer verbunden. Dieser Skandal ist nun aufgearbeitet und Massnahmen wurden ergriffen. Er überschattet Erfolge seines Departements, wie das Energienutzungsgesetz, das einstimmig durch den Grossen Rat angenommen wurde oder den Erhalt von Agroscope in Tänikon und die Gründung und den Aufbau der Swiss Future Farm.

Vor den Wahlen Anfang März besucht das Regionaljournal Ostschweiz die erneut kandidierenden Regierungsräte in ihren Büros, die neuen Kandidaten werden live im Studio in St. Gallen interviewt.

Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr; kelk;kobk

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