Weiler Husen wird ausgezeichnet

Der Award «Goldener Schemel» geht dieses Jahr nach Berneck. Er wird von der Sektion St. Gallen und Appenzell Innerrhoden des Schweizer Heimatschutzes verliehen und ist eine Auszeichnung für sorgsamen und gestalterischen Umgang mit Baukultur und Siedlungsplanung.

Der Award wurde am 3. Dezember erstmals verliehen. Das Haus Husenstrasse 7 im Weiler Husen in Berneck im St. Galler Rheinal steht an einem steilen Rebhang, die ältesten Teile des Hauses gehen auf das Jahr 1499 zurück. Die Bezeichnung Husen bezieht sich auf ein Geschlecht, das in der Nähe eine frühere, nicht mehr bestehende Burg aus dem 13. Jahrhundert bewohnte, heisst es in der Mitteilung des Heimatschutzes.

«  Der Heimatschutz will mit dem Award zeigen, was gute Arbeit ist im Zusammenhang mit Baukultur. »

Kathrin Hilber
Präsidentin Heimatschutz St.Gallen-Appenzell Innerrhoden

Der markante Bohlenständerbau mit seinem um 1900 aufgetragenen Schindelschirm verrät aussen nicht, welch bedeutende Bau- und Bewohnergeschichte sich im Innern entfaltet. Spektakuläre polychrome und in Grau gehaltene Malereien auf Bohlenwänden, enstanden um 1499, 1630 und 1696, sowie zahlreiche historische Graffiti sind zum Vorschein gekommen.