Wenn der Mensch zum Tier wird

«Das Ende vom Geld» ist auch das Ende der Finanzwelt. Urs Widmer lässt die Mächtigen zu Tieren werden. Das St. Galler Publikum zeigte sich bei der Schweizer Erstaufführung begeistert.

Schauspieler auf der Bühne betrachten eine Taube. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Das Ende vom Geld» feierte am Freitag am Theater St. Gallen Premiere. Keystone

Die Lage ist aussichtslos, die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums sitzen in der Falle. Ein Unwetter zwingt die Mächtigen der Finanzwelt zu einer Pause, die nach knapp zwei Stunden in einer Katastrophe endet. Während drinnen die Apokalypse droht, liegen draussen mehrere Milliarden auf Eis. Eine wahre Finanzhölle bricht über die Menschen herein.

Nach einer viel beachteten Inszenierung von «Top Dogs»zeigt das Theater St. Gallen das neue Stück des Schweizer Autoren Urs Widmer (*1938). Es ist ein zorniger Text geworden. Die Verstrickungen von Wirtschaft und Politik, die globalisierte Finanzkrise, die Machenschaften der Grossbanken sind aktueller denn je.Die nächste Aufführung des Stücks findet am kommenden Freitag, 18. Januar, am Theater St. Gallen statt.