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Ostschweiz Zurück zum Dorfpolizist

Weg vom Schreibtisch und auf die Strasse. Dies gilt in Zukunft für die Polizisten der Kantonspolizei St. Gallen. Es ist eines der Resultate der Testphase «Zukunft der Kantonspolizei», die im April begonnen hat und im Oktober ausläuft. Die geforderte Korpsaufstockung ist bei den Parteien umstritten.

Legende: Audio Fredy Fässler zur auslaufenden Testphase (23.10.2014) abspielen. Laufzeit 01:13 Minuten.
01:13 min

Ziel des Pilotprojekts «Zukunft der Kantonspolizei» ist eine verbesserte Präsenz in der Öffentlichkeit. Dazu wurden verschiedene Polizeiposten in Dörfern teilweise oder ganz geschlossen. Die «frei» gewordenen Mitarbeiter wurden als mobile Kräfte eingesetzt.

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass wir Polizistinnen und Polizisten vermehrt in Uniform patroullieren lassen werden.
Autor: Fredy FässlerRegierungsrat

Es wurden zwar verschiedene Modelle getestet, doch bereits jetzt ist klar: Der Einsatz der mobilen Kräfte lohnt sich, wie Regierungsrat Fredy Fässler bestätigt. Die verstärkte Präsenz der Polizei erhöhe das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung. Zudem hätte es auch vermehrte Fahndungserfolge gegeben, beispielsweise bei Einbrüchen.

Die Kantonspolizei startete die Testphase, weil die Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden massiv gestiegen sei. Das Stichwort «24-Stunden-Gesellschaft» wurde immer wieder genannt. In diesem Zusammenhang wurde am Mittwoch auch bekannt, dass die Kantonspolizei 98 neue Stellen schaffen möchte.

Die Krux mit den Kosten

Die Reaktionen der Parteien sind unterschiedlich. Dies umso mehr, als der Kantonsrat vor fünf Jahren 75 neue Polizeistellen bewilligt hat - von diesen sind aber erst die Hälfte bewilligt, rund 40 Stellen sind noch offen. «Mit der ersten Tranche der 75 Stellen sind wir nach wie vor einverstanden. Wir sind deshalb etwas erstaunt über das Mass der neuerlichen Aufstockung», sagt SP-Fraktionspräsident Peter Hartmann. Zudem gebe es auch andere Bereiche beim Kanton, die dringend mehr Personal benötigen.

Für die SVP ist der Spagat zwischen Aufstockung und der Finanzierung schwierig. «Es braucht klar mehr Personal bei der Polizei für die bessere Präsenz in der Region. Finanzpolitisch müssen wir das aber noch genauer beraten und den Ausgleich finden», sagt SVP-Fraktionspräsident Michael Götte.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Eduard Ith, Altstätten
    Respekt und Anstand ist eine Frage des Charakters, alos einer guten Kinderstube! Delinquenten haben eben den Respekt vor Recht und Ordnung verloren, deshalb müssen sie mit der vollen Härte des Gesetzes ins Recht gefasst werden. Dazu muss man dem Täter erst habhaft werden (Aussendienstarbeit) und dann erfolgt die ganze Einvernahme (Täter, Auskunftsperson u. Zeugen). Das ist sehr zeitintensive Innendienstarbeit. Also bitte etwas studieren beim kommentieren :-)
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    1. Antwort von Peter Hänsi, St. Gallen
      Wer die Wahrheit nicht verträgt, verleugnet die Wahrheit, also etwas studieren beim kommentieren:)
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    2. Antwort von Peter Hänsi, St. Gallen
      Wer die Wahrheit nicht verträgt, verleugnet die Wahrheit und zeigt sein wahren Charakter dem Volk. Also bitte etwas studieren beim kommentieren :-)
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  • Kommentar von Peter Hänsi, St. Gallen
    Warum möchten viele Polizistinnen und Polizisten keine Dorfpolizei sein, auf der Strasse nur im Büro. Ganz einfach auf der Strasse laufen die Kriminellen und die wo über die Gesetze in der Schweiz lachen. Warum hat es Leute wo die Sicherheit der Polizei nicht mehr ernst nehmen, weil viele die Realität was auf der Strasse passiert unter dem Volk, lieber unter dem Tisch verschwinden lassen. Wer die Wahrheit nicht verträgt, verleugnet die Wahrheit und zeigt sein wahren Charakter dem Volk.
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  • Kommentar von Peter Hänsi, St. Gallen
    Es wäre Zeit das die Polizei der Realität in die Augen schaut, fragt euch selber warum viele kein Respekt mehr vor der Polizei hat. Wer kein Respekt vor dem Gesetzt hat, wird auch kein Respekt vor der Polizei zeigen. Solange wir denn Kuscheljustiz nicht stoppen, wird sich nicht viel verändern in der Schweiz. Solange wir Richter und Anwälte haben, wo vor den Kriminellen die Angst zeigen und sie mit Sandhandschuhe anfassen, muss man nicht viel erwarten, wegen der Sicherheit.
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