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40 Jahre Regionaljournal «Heute können wir damit leben»

Mahnfeuer, Demos und 7000 Einsprachen: 20 Jahre lang kämpften Solothurner und Berner gegen die SBB-Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist. Verhindern konnten sie das Herzstück der Bahn 2000 nicht. Aber verbessern.

Würden die Pendler auf der Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist bei Tempo 200 aus dem Fenster schauen, würden sie das Solothurner Wasseramt und den Berner Oberaargau vorbeiflitzen sehen.

Die Region hatte sich jahrelang vehement gegen die neue Bahnlinie gewehrt, welche die Fahrt von Zürich nach Bern um 13 Minuten verkürzte. Mit Demos, einer Volksabstimmung, einem Prozess vor Bundesgericht und 7000 Einsprachen kämpften die Solothurner und Berner in den 80er- und 90er-Jahren gegen die Schnellbahn.

Verhindern konnten sie die Bahnlinie nicht. Auch die geforderten kilometerlangen Tunnels wurden nicht gebaut. Und doch war der Kampf ein Erfolg. Auf Druck der Region musste die SBB beim Bau so gut es ging Rücksicht nehmen auf Dörfer und Natur.

14 Jahre nach der Eröffnung haben sich die Wasserämter und Oberaargauer mit der Neubaustrecke versöhnt. «Heute können wir damit leben», sagt Bauer Josef Flury (73) vom Hasenacker in Aeschi SO. Er wohnt direkt neben der Bahnlinie und sieht jeden Tag die vollen Züge: «Im Nachhinein sieht man natürlich schon, dass die Bahnlinie nötig war.»

SRF 1, Regionaljournal, 06:32 Uhr

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