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Der «Ghüder» steht im Mittelpunkt: zu Besuch im Spital Limmattal
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 03.08.2020.
abspielen. Laufzeit 04:04 Minuten.
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Abfallberge wegen Corona Im Spital häufen sich die Masken

Im Spital Limmattal entsteht wegen des Virus mehr Abfall. Die Entsorgungsprozesse funktionieren aber wie gewohnt.

Schutzkittel oder Handschuhe, die nicht wiederverwendet werden: Seit der Corona-Krise ist im Spital Limmattal mehr solches Einwegmaterial in Gebrauch. Isolierte Patienten essen in ihren Zimmern etwa aus Einweggeschirr, Besucher und Mitarbeiterinnen müssen Schutzmasken tragen.

Abfall reduzieren – geht das im Spital Limmattal?

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Laut Claudia Bossart achtet das Spital Limmattal darauf, möglichst wenig Abfall zu produzieren. Das Spital schult deshalb seine Mitarbeitenden, Material wie beispielsweise Einwegpflaster auf Anhieb in richtiger Grösse einzusetzen.
Dennoch ist die Abfallmenge im Spital Limmattal in den letzten Jahren gleichgeblieben und nicht gesunken. Einer der Gründe: Wegen der Hygiene und der Sterilität fallen viele Einzelverpackungen im Spital an. Sie machen einen grossen Teil des Abfalls aus.

«Leider hat wegen Corona auch der Abfall zugenommen», sagt Claudia Bossart, Leiterin Betriebe. Der zusätzliche Müll stellt jedoch die Entsorgungsprozesse im Zürcher Krankenhaus nicht auf den Kopf: So handhabt das Spital den Abfall wie bei anderen, bereits bekannten Infektionskrankheiten. Corona-Abstriche werden beispielsweise in separaten Behältern als «potenziell infektiöser Abfall» entsorgt.

Das Spital Limmattal hat mit Sonderabfall viel Erfahrung. Dieser entsteht beispielsweise bei Chemotherapien. Bei der Krebsbekämpfung kommen toxische Medikamente, sogenannte Zytostatika, zum Einsatz. Sie werden im Spital aufbereitet.

Die grösste Herausforderung ist die Schulung des Personals.
Autor: Marion MatousekCo-Leiterin Spitalapotheke

«Wenn die Zytostatika ungeschützt mit der Haut in Kontakt kommen, kann es zu Verätzungen kommen», sagt Marion Matousek, Co-Leiterin der Spitalapotheke. Deshalb müssen Infusionslösungen oder Schläuche nach der Chemotherapie in luftdichten und auslaufsicheren Behältern verschlossen werden. Der Abfall wird schliesslich in einem speziellen Hochtemperaturofen in Basel oder Deutschland bei 1200 Grad verbrannt.

Wenig, aber «oho»

Im Spital Limmattal gibt es jedes Jahr rund 1800 Kilogramm Zytostatika-Abfälle, dies entspricht nur 0.4 Prozent der gesamten Müllmenge. Weil ein Unfall beim Transport aber gefährlich sein könnte, ist der sorgfältige Umgang mit dem Abfall wichtig.

Deshalb werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit den Krebsmedikamenten in Kontakt kommen, regelmässig geschult. Hat eine Infusion beispielsweise ein Leck, muss das Personal ein Reinigungsset verwenden: Von A wie Atemschutzmaske oder Anleitung bis hin zu W wie Warnschilder liegt darin alles Nötige parat.

So ein Leck gibt es laut Marion Matousek, Co-Leiterin der Spitalapotheke, ein- bis zweimal jährlich. Ein Unfall beim Transport sei aber, «Gott sei Dank», noch nie vorgekommen.

Der Weg des Abfalls

Der Weg des Abfalls

Was befindet sich alles in unserem Abfall? Und was passiert damit? Eine Serie wühlt im Abfallsack.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 31.07.2020/04.08.2020, 06:32 Uhr/17:30 Uhr; fulu;pret

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