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Legende: Audio Wo Einheimische und Flüchtlinge Tür an Tür wohnen: Die Spezialsendung aus Dietikon. abspielen. Laufzeit 16:18 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 15.07.2019.
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Integration durch Wohnen Wenn die Nachbarn Flüchtlinge sind

Gemeinden beherbergen «ihre» Asylbewerber gewöhnlich in speziellen Asylunterkünften. Dort bleiben sie allerdings unter sich und haben kaum Kontakt zu Einwohnerinnen und Einwohnern, was die gewünschte Integration schwierig macht. Die Stadt Dietikon geht deshalb einen anderen Weg: Bei einer Siedlungsgenossenschaft hat sie acht Wohnungen gemietet und bringt einen Teil der Asylsuchenden – zurzeit sind es rund 30 – dort unter.

«Flüchtlinge sind ganz normale Menschen, die dort Tür an Tür mit normalen Mietern leben», sagt Lutz Hahn, Mediensprecher der ORS Service AG, die im Auftrag des Kantons Zürich Asylsuchende betreut. «Die grosse Herausforderung bei diesem Projekt war, die Angst vor dem Unbekannten abzubauen und aufeinander zuzugehen. Und das funktioniert ganz hervorragend.»

Haus
Legende: Hier gibt es Platz für alle: Innenhof der Siedlung Limmatblick in Dietikon. SRF

«Sie sagen freundlich Grüezi»

In der Siedlung wohnt zum Beispiel Familie O. aus Afghanistan. Vor sechs Jahren kam die Mutter mit ihren fünf Kindern in die Schweiz. Die 19-jährige Naso hat gerade ihre Lehrabschlussprüfung als Verkäuferin bestanden. «Das Leben hier ist perfekt, ich bin glücklich», sagt sie über das Leben in der Schweiz, in perfektem Schweizerdeutsch.

Der Austausch mit den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern in der Siedlung Limmatblick funktioniere gut, sagt Naso. Sie tausche sich mit Menschen aus dem Ausland sowie aus der Schweiz aus. Dabei helfe ihr, dass sie mittlerweile die Sprache spreche - ihre Mutter habe etwas mehr Mühe.

Afghanische Familie
Legende: Sie sind in die Schweiz geflüchtet und leben heute in Dietikon: Familie O. aus Afghanistan. Die 19-jährige Naso (zweite von links) hat gerade ihre Lehrabschlussprüfung als Verkäuferin bestanden. Michael Ganz/SRF

Die Flüchtlinge sind als Nachbarn gut akzeptiert, wie eine kurze Umfrage unter den Schweizer Bewohnern der Siedlung ergibt. «Alles normal», sagt eine Frau, «sie sagen freundlich Grüezi». Vor allem die Kinder kämen schnell miteinander in Kontakt und man treffe sich im Garten. «Ich finde das eine gute Sache», sagt ein Mann.

Das Pilotprojekt läuft seit eineinhalb Jahren. Es ist auf vorderhand fünf Jahre begrenzt. Gemäss dem Dietiker Sozialvorsteher Philipp Müller könnte das Projekt auch langfristig weitergeführt werden.

Zusammenleben in der Schweiz

Von A wie Alpleben bis Z wie Zwischennutzung: In einer Serie stellen wir in diesem Sommer weitere Lebensgemeinschaften in den verschiedenen Regionen der Schweiz vor.

Innenhof
Legende: Unter freiem Himmel: Für die Berichterstattung haben die Reporter ein kleines Radiostudio im Innenhof eingerichtet. Michael Ganz/SRF

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr

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