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Autorin Beatrice von Matt über ihre Inglin-Biografie
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Sommerserie «Schwyz war für Meinrad Inglin der Mittelpunkt seines Lebens»

Der Autor des «Schweizerspiegels» und weiterer Romane hat fast sein ganzes Leben in Schwyz verbracht. «Er musste alles bis ins letzte Detail kennen, um darüber zu schreiben», sagt Inglin-Biografin Beatrice von Matt. Vor bald 50 Jahren hat sie Meinrad Inglin immer wieder in Schwyz getroffen.

Im Winter traf Beatrice von Matt Meinrad Inglin im Hotel «Wysses Rössli», wo der Autor in seinen letzten Jahren während der kalten Jahreszeit wohnte. Sein Haus, etwas am Rande des Dorfes gelegen, liess sich nur schwer heizen.

Meinrad Inglin

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Meinrad Inglin

Er lebte von 1893 bis 1971 mehrheitlich in Schwyz. Er studierte in Neuenburg, Genf und Bern. Seine Studien musste er wegen dem Ersten Weltkrieg unterbrechen.
Später musste er die Studien abbrechen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Von einem Erker des Hotels aus überblickte Inglin den Schwyzer Hauptplatz, hatte sein Geburtshaus, die Kirche und das Rathaus im Blick. «Seine Welt lag ihm zu Füssen», sagt von Matt. Hier erzählte der Schriftsteller der Biografin aus seinem Leben.

Inglin hat fast sein ganzes Leben in Schwyz verbracht. Er brauchte dieses Biotop und die Nähe zur Landschaft, um Schreiben zu können. Dabei war das Verhältnis von Meinrad Inglin zu Schwyz alles andere als ungetrübt.

Als 1922 Inglins erster Roman «Die Welt in Ingoldau» erschien, löste das einen Skandal aus. Die Schwyzer erkannten im beschriebenen Ingoldau ihr eigenes Dorf und akzeptierten die im Roman geäusserte Kritik, etwa an der autoritären Kirche, nicht.

Inglin flüchtete nach Zürich, kehrte aber drei Monate später nach Schwyz zurück. Im Haus seiner Tante lebte er fortan als freier Schriftsteller. In seinem Werk tat sich Inglin als genauer Beobachter hervor. Ihm gelang es, diese Beobachtungen in eine sehr präzise, plastische Sprache zu fassen.

In seinem Hauptwerk, dem «Schweizerspiegel», beschreibt Inglin mit fast dokumentarischer Genauigkeit die Schweiz während des Ersten Weltkriegs. In vielen seiner Romane und Geschichten setzt er sich mit der Natur auseinander.

Ende der 60er-Jahre begann die heute 79-jährige Beatrice von Matt ihre Arbeit an der Biografie über Meinrad Inglin. Sieben Jahre lang arbeitet sie an dem Buch, das 1976 herauskam, fünf Jahre nach Inglins Tod. Für ihre Arbeit konnte von Matt auf unveröffentlichtes Material, Briefwechsel und Romanversionen zurückgreifen, die Inglin in seinem Wohnhaus aufbewahrt hatte.

(Regionaljournal Sommerserie, 07:32 und 17:30 Uhr)

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