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Zero Waste in der Familie – wie geht das?
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 06.08.2020.
abspielen. Laufzeit 09:40 Minuten.
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Weniger Abfall Wie eine Familie versucht, Abfall zu vermeiden

Seit fünf Jahren will Stefanie Inniger zusammen mit ihrem Mann Pascal so wenig Abfall wie möglich produzieren. «Ich habe von Bea Johnson gelesen: Eine Frau, die mit ihrer Familie nur so viel Abfall pro Jahr produziert, wie in einem Einmachglas Platz hat.» Das versuchen auch Innigers.

Abfall
Legende: SRF

Etwas Abfall gibt es bei der Familie aus Biel trotzdem. Sie füllen aber gerade mal einen kleinen Abfallsack pro Monat. Dort, wo normalerweise in der Küche der Abfall deponiert wird, herrscht bei Innigers gähnende Leere.

Frau in einem Laden
Legende: SRF

Wichtig ist bei Familie Inniger das bewusste Einkaufen. Sie gehen beispielsweise fast nur in Läden, welche unverpackte Produkte anbieten. Davon gibt es in Biel zwei. Stefanie Inniger nimmt Stoffsäcke oder Gläser mit und füllt sie mit Mehl, Öl oder Kaffee.

Kühlschrank, viele Gläser
Legende: SRF

Das spezielle Einkaufsverhalten sieht man auch im Kühlschrank. Hier ist alles fein säuberlich in Gläser abgepackt. Nur selten findet man eine Verpackung, zum Beispiel für Margarine. «Auch wir produzieren Abfall und sind nicht perfekt», sagt Stefanie Inniger. «Wenn man perfekt sein will, ist das Scheitern vorprogrammiert.» Ganz ohne Abfall zu Leben ist laut Stefanie Inniger kaum möglich.

Tücher in einem Glas
Legende: SRF

Auch bei der Kleinkindpflege versuchen Innigers Abfall zu vermeiden. Statt normale Windeln trägt die eineinhalbjährige Lina solche aus Stoff. Auch die in vielen Familien omnipräsenten Feuchttücher zum Wegwerfen haben Innigers aus ihrem Haushalt verbannt. Sie verwenden kleine Stofftücher.

Seife in der Dusche
Legende: SRF

Um dem Ziel, keinen Abfall zu produzieren näherzukommen, hat die Familie Inniger ihren Alltag vielerorts angepasst. Auch im Badezimmer: Shampoo- und Duschfläschchen sucht man hier vergebens. Sie waschen sich mit Seife.

Lavabo
Legende: SRF

Zum Teil stellt Stefanie Inniger die Seife auch selbst her. Auch zum Abwaschen in der Küche. «Das Leben ist nicht komplizierter, sondern einfacher geworden», finden Stefanie und Pascal Inniger. «Wir leben bewusster – und das ist schön.»

Das sagt der Abfallexperte

Über 700 Kilo Abfall produziert jede Schweizerin, jeder Schweizer im Jahr. Innigers seien mit ihrem kleinen Abfallsack pro Monat «ein statistischer Ausreisser», sagt Michael Hügi, Abfallexperte beim Bundesamt für Umwelt. «Es ist anzustreben, dass wir weniger Abfall produzieren», so der Experte.

So zu leben wie die Familie Inniger sei eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen. Nämlich durch den Verzicht und das sehr bewusste Einkaufsverhalten. So werde weniger konsumiert und schlussendlich weniger Abfall produziert. Wichtig sei auch die ganze Produktionskette eines Produktes anzuschauen. «Es muss in die Richtung gehen, dass Produkte ganz oder zumindest teilweise recycelt werden können.»

Der Weg des Abfalls

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Der Weg des Abfalls

Was befindet sich alles in unserem Abfall? Und was passiert damit? Eine Serie wühlt im Abfallsack.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 31.7./7.8./9.8.2020, 06:32 Uhr/17:30 Uhr; pret;kocm

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alfons Bauer  (frustriert)
    Gibt es im Raum Basel Spülmittel in fester Seifenform? Ich weiss, dass es das in anderen Ländern gibt.
  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Das ist ein starkes Votum gegen das online Shopping.
    Vermutlich keine der Änderungen im Leben seit der Erfindung des Computers geht in Sachen Umweltschutz so direkt in die falsche Richtung.
    Innigers verdienen da meinen Respekt. Ich glaube das bringen wir als Familie nicht zustande, obwohl wir auch "bloss" 1 Sack pro Woche benötigen.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Das Problem ist der "Verpackungswahn wegen dem Hygienevortschriften Wahn" bei uns und nicht die Esswaren!