Andermatt sagt Nein zu Bürgschaft

Die Andermatter Stimmbürger wollen keine Bürgschaft in der Höhe von 2,5 Millionen Franken an die Netzgesellschaft AG leisten. Die Vorlage wird mit 71 Prozent Neinstimmen verworfen.

Ansicht der Gemeinde Andermatt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Andermatt will keine Bürgschaft für die Netzgesellschaft AG übernehmen, obwohl die Gemeinde Hauptaktionärin der AG ist. Keystone

Mit einer Bürgschaft in der Höhe von 2,5 Millionen Franken an die Netzgesellschaft wollte der Gemeinderat von Andermatt einen Bankkredit der Urner Kantonalbank absichern. Die Netzgesellschaft vertreibt die Fernwärme aus dem Holzheizwerk in Göschenen und will damit unter anderem das Tourismusresort von Samih Sawiris mit Wärme versorgen.

Gegen die Bürgschaft gab es Wiederstand. Kritisiert wurde, Andermatt könne ein solches finanzielles Risiko nicht eingehen. Zudem sei nicht klar, weshalb es für den Kredit überhaupt eine Bürgschaft brauche. Das lasse nur den Schluss zu, dass die finanzielle Lage der Netzgesellschaft AG, an der Andermatt mit 51 Prozent beteiligt ist, schlecht sei. Die Vorlage wurde mit einem Nein-Stimmenanteil von 71 Prozent abgelehnt.