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Antonius, Barbara, Fridolin Forum Schweizer Geschichte huldigt himmlischen Helfern

Die neue Ausstellung in Schwyz zeigt Heiligen-Skulpturen und erzählt die Geschichten der «Retter in der Not».

Legende: Audio «Durch ihre Menschlichkeit sind uns Heilige sehr nahe.» abspielen. Laufzeit 06:54 Minuten.
06:54 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 01.11.2018.

Barbara ist die Schutzheilige der Mineure, Christophorus schützt Reisende und der heilige Antonius hilft, verlorene Dinge wiederzufinden. Seit Jahrhunderten helfen Heilige in allen Lebenslagen. Sie sind Fürbitter bei Gott und bieten Schutz vor Unwetter, Krankheit, Krieg und Hungersnot.

Ihre heldenhaften Taten spenden Trost und Hoffnung. All dies zeigt das Forum der Schweizer Geschichte in Schwyz ab Samstag in der neuen Ausstellung auf. Teil davon ist auch eine Wand mit Madonnen-Bildern der Künstlerin Annelies Štrba.

Madonnenbilder der Künstlerin Annelies Strba
Legende: Schweizerisches Nationalmuseum, Lauperzemp

«Heilige sind auch in der heutigen Zeit noch sehr präsent», sagt Rebecca Sanders, Kuratorin der Ausstellung «Heilige – Retter in der Not». Als Beispiel erwähnt sie die heilige Barbara, ohne die kein Tunnel gebohrt werde und auch beim Neat-Durchstich war sie an vorderster Front.

Die heilige Barbara ist bei jedem Tunnelbau dabei und ging auch beim Neat-Durchstich als Erste durch den Berg.
Autor: Rebecca SandersKuratorin

Die Ausstellung in Schwyz zeigt hochkarätige Heiligen-Skulpturen, deren Schönheit und Ausdruckskraft immer noch viele in den Bann ziehen.

Der Palmesel von Steinen mit Jesus auf dem Rücken.
Legende: Schweizerisches Nationalmuseum, Lauperzemp

Der eigentliche Anlass der Ausstellung über Heilige im Forum in Schwyz ist kein Mensch, sondern ein Tier. Dabei handelt es sich um den Palmesel von Steinen. «Diese fast 1000-jährige Holzfigur ist der älteste Palmesel der Schweiz - vielleicht sogar der Welt», sagt Rebecca Sanders, «wir haben ihn aus dem Beinhaus von Steinen.» Dort wurde die Figur jahrelang gelagert.

Wichtige Figuren durfte man nicht einfach verbrennen oder wegwerfen. Sie lagerten im Beinhaus.
Autor: Rebecca SandersKuratorin

Dass der Palmesel von Steinen immer noch erhalten ist, steht laut Rebecca Sanders beispielhaft für den Stellenwert solcher Skulpturen. «Wenn irgendwo beispielsweise die Kirche neu dekoriert wurde oder die Figuren nicht mehr der Mode entsprachen, durfte man sie nicht einfach wegwerfen oder verbrennen. Sie wurden dann oftmals ins Beinhaus gebracht und erhielten so eine Art Bestattungsort.»

Der Palmesel kam früher bei den Palmsonntags-Prozessionen zum Einsatz als man den Einzug von Jesus in Jerusalem nachstellte.

Heiligenskulpturen
Legende: Keystone

Der Rundgang durch die Ausstellung «Heilige – Retter in der Not» im Forum Schweizer Geschichte Schwyz gibt einen Einblick in die vielfältige Welt der Heiligen und in die Festtradition des Christentums. Die Ausstellung dauert vom 3. November 2018 bis am 10. März 2019.

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