Asylzentrum Seewen: Gemeinderat soll in den Ausstand

Dass es gegen das geplante Asylzentrum in Seewen bei Schwyz Einsprachen geben würde, war zu erwarten. Doch nun erheben Einsprecher eine aussergewöhnliche Forderung: sie verlangen, der Gemeinderat dürfe die Einsprachen nicht selber behandeln - wegen Befangenheit.

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Bildlegende: Das Areal Wintersried in Seewen - hier soll das Bundesasylzentrum entstehen. SRF

Der Gemeinderat Schwyz habe sich bereits öffentlich positiv dazu geäussert, dass der Bund im Gemeindeteil Seewen ein Asylzentrum errichtet. «Das Ausstandsbegehren beruft sich insbesondere darauf, dass der Gemeinderat eine Absichtserklärung unterzeichnet hat und sich damit klar zur Realisierbarkeit des Asylzentrums bekannt hat», erklärt der Schwyzer Gemeindeschreiber Bruno Marty.

Die Forderung auf Ausstand des gesamten Gemeinderats sei ein Novum für die Gemeinde, man müsse jetzt zuerst abklären, wie es damit weitergehe. Insgesamt sind 13 Einsprachen gegen das Asylzentrum eingegangen. Bei den meisten geht es um baurechtliche Fragen. Dazu werde der Bund als Bauherrschaft jetzt zuerst einmal Stellung nehmen.