Baulücke am Pilatusplatz bleibt vorerst bestehen

Am Pilatusplatz in Luzern, wo heute ein provisorisches Gärtchen mit Bäumen in Bausäcken ist, soll ein 35-Meter hohes Gebäude entstehen. Doch das Stadtparlament hat die Planung sistiert. Es will warten, bis die Gerichte über die Stadtbild-Initiative entschieden haben.

Das provisorische Gärtchen am Luzerner Pilatusplatz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das provisorische Gärtchen am Luzerner Pilatusplatz. SRF

Die Stadtbild-Initiative, die Hochhäuser nur am Stadtrand erlauben will, wurde zwar vom Parlament als ungültig erklärt, doch die Initianten wehren sich vor Gericht. Und solange das Risiko noch besteht, dass die Initiative doch noch zur Abstimmung kommen könnte, will die Mehrheit des Parlaments am Pilatusplatz nicht weiterplanen. «Das Risiko, dass die Initiative gültig ist, bleibt zwar klein», sagte etwa die Grüne Korintha Bärtsch. «Aber kein Investor würde dieses Risiko auf sich nehmen und wenn doch, dann nur zu einem tiefen Preis.»

Die Stadtregierung hingegen schlug vor, die Stadt solle die Planung selbst an die Hand nehmen. Wenn die Gerichte über die Stadtbild-Initiative entschieden hätten, wäre man schon weiter. Unterstützung erhielt der Stadtrat dabei aber nur von der CVP und den Grünliberalen.

Die Mehrheit einigte sich darauf, dass das Areal in einem Investorenwettbewerb im Baurecht abgegeben werden solle. Auf dem Areal soll ein 10-stöckiges Gebäude entstehen, mit Geschäften im Erdgeschoss, Büros und Wohnungen in den übrigen Stockwerken.