«Beim Nüsseln braucht man eine gute Kondition»

Blätz, Hudi, alter Herr: Diese und andere traditionelle Figuren sind jeweils an der Schwyzer Fasnacht unterwegs. Sie nüsseln – tanzen also den Narrentanz. Wie das genau geht, zeigt die Fasnachtsrott Ibach in einem Kurs jungen Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern.

An Ort und Stelle hüpfen die Schwyzer Maschgraden leicht auf und ab. Dabei spicken sie ihre Füsse vom Körper weg und drehen sich langsam um die eigene Achse – alles im Rhythmus der Trommel.

Nüsseln nennt sich dieser traditionelle Narrentanz. Damit dieser Brauch noch lange erhalten bleibt, organisieren verschiedene Vereine im Talkessel regelmässig Nüsslerkurse für Kinder. So beispielsweise die Fasnachtsrott Ibach.

Rund 50 Buben und Mädchen – im Alter von vier bis zwölf – lassen sich an diesem Wochenende in die Geheimnisse des Narrentanzes einführen. Im Pfarrheim Ibach üben sie in kleinen Gruppen. Immer unter der Anleitung von Mitgliedern der Fasnachtsrott.

«  Für die Kinder ist es das Wichtigste, ein Maschgraden-Gewand anziehen zu können. »

Patrick Hutter
Rottherr Fasnachtsrott Ibach

Den jungen Maschgraden scheint es im Kurs zu gefallen. Allerdings sei es auch streng. «Zwei Minuten konzentriert den Narrentanz zu tanzen, braucht Kondition», sagt eine Teilnehmerin. Vielen scheint diese Fasnachtstradition in die Wiege gelegt worden sein. «Meine Eltern sind auch begeistere Maschgraden», sagt eine andere Teilnehmerin.

Einerseits wolle man den Brauch des Narrentanzes an die Kinder weitergeben. Andererseits könnten sich die Kinder so optimal auf das Kinderpreisnüsseln vom Güdeldienstag vorbereiten. «Schlussendlich ist es für sie aber an der Fasnacht das Wichtigste, ein traditionelles Maschgraden-Gewand anziehen zu können», sagt Patrick Hutter, Rottherr der Fasnachtsrott Ibach.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr