Chemie und Papier Perlen schreibt wegen Abschreiber rote Zahlen

Unter dem Strich resultierte 2013 bei der Chemie und Papier Gruppe (CPH) in Perlen ein Verlust von 271,5 Millionen Franken. Hohe Überkapazitäten und der daraus folgende Preisdruck haben dem Unternehmen zu schaffen gemacht.

Grosse Papierrollen vor einer Schneidemaschine. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rote Zahlen bei der Chemie und Papier Perlen: Blick auf eine Rollenschneidmaschine. cph

Im Papiergeschäft, das fast zwei Drittel der Verkäufe ausmacht, sieht sich die Gruppe einem starken Preisdruck und einem Verdrängungswettbewerb ausgesetzt. Billiganbieter aus Europa und China setzen dem Anbieter zu. Zudem ist die Frankenstärke nach wie vor ein Problem für die CPH.

Dies führte dazu, dass die Werthaltigkeit der Sachanlagen neu beurteilt wurde. Die Abschreibung beläuft sich auf 250 Millionen Franken beim Anlagevermögen in der Schweiz.

«2008 haben wir den gleichen Umsatz erzielt wie 2013, dafür allerdings 60 Prozent mehr Papier verkaufen müssen», umschreibt Geschäftsführer Peter Schildknecht die Auswirkungen des Preisdrucks im Gespräch mit Radio SRF.

Kein Stellenabbau

Belastet wird das Ergebnis der Gruppe auch durch den Brand an einem Rollenabschneider im Oktober. Dieser schlägt mit 4,5 Millionen Franken zu Buche, erklärt Schildknecht weiter.

Zu einem Stellenabbau führt die Wertberichtigung nicht. Da sich der Abschreiber nicht auf die Liquidität auswirkt, will der Verwaltungsrat zudem wie im Vorjahr 13 Franken Dividende pro Aktie auszahlen. Für 2014 erwartet das Management, dass die Gruppe einen Betriebs- und einen Reingewinn schaffen könnte.